Cambridge-Feeling
Kreis Düren: Alt-Schlader-Säule für den US-Partnerkreis
Von Redaktion [20.01.2008, 10.00 Uhr]
![]() Die Partnerschaftssäule brachten Landrat Spelthahn, Otmar Alt (r.) und Arnold Schlader (2.v.l.) dem Partnerkreis Dorchester County . Die Partnerschaftsbeauftragte Gale Collins (M) freute sich darüber ebenso wie Galeristin Terri Easter (l.) |
Die Sprache der Kunst ist universal. Sie wurde gesprochen, als Landrat Wolfgang Spelthahn im noch jungen Jahr Dorchester County besuchte, den Partnerkreis des Kreises Düren in Maryland an der amerikanischen Ostküste. Das war kein Zufall, wurde er doch unter anderem von Otmar Alt, Arno Schlader und dessen Tochter Anja begleitet, die einen Teil ihrer Kunstwerke im Gepäck hatten, darunter einige Gastgeschenke. In der Hauptsa-che waren es jedoch Exponate für eine gemeinsame Ausstellung in der Maris-Elaine-Gallery in der Kreisstadt Cambridge.
Otmar Alt, international bekannter Grafiker, Designer und Bildhauer aus Hamm, hatte rund 60 seiner farbenfroh-tiefsinnigen Werke über den Atlantik geschafft, um sie dem amerika-nischen Publikum zu zeigen. Für ihn war es eine Reise in die eigene Vergangenheit, hatte er das Land der unbegrenzten Möglichkeiten doch schon vor einem Vierteljahrhundert zu seiner zeitweiligen Wahlheimat erkoren. Arno Schlader präsentierte Keramikskulpturen aus seinem De Nickel-Schuppen in Koslar, seine Tochter Anja, Goldschmiedin von Beruf, kunstvolle Schmuckstücke. Bis zum 31. Januar ist die Ausstellung in Cambridge zu sehen.
Nach dem erneut überaus herzlichen Empfang in Dorchester County überreichte Landrat Wolfgang Spelthahn den amerikanischen Freunden eine Partnerschaftssäule, von Arno Schlader nach einem Entwurf Otmar Alts aus Ton geformt, glasiert und gebrannt. Die mannshohe Skulptur zeigt eine Menschengestalt, die eine Krabbe und einen Löwen ver-bindet, die Wappentiere der Partnerkreise. Die Skulptur wird in Cambridge einen Ehren-platz erhalten. Ein solcher darf auch im Kreis Düren gesucht werden. „Wir werden noch eine zweite Säule schaffen“, kündigten die beiden eng befreundeten Künstler an.
Neben der Skulptur hatte Otmar Alt ein weiteres Werk eigens für die Kunstreise geschaf-fen: „Cambridge Feeling“, Cambridge-Gefühl. Dieses Bild stiftete er neben einigen kleine-ren Gaben für eine Auktion zugunsten der Partnerschaftsvereine in den beiden Kreisen. Für das Kunstwerk wurden schon am ersten Abend 5000 Dollar geboten. Da es sich um eine „silent auction“ ohne Hammer handelt, kann der Preis bis zum Ende der Bietfrist noch steigen. „Wir wollen es künftig auch finanziell weniger gut gestellten Jugendlichen ermögli-chen, eine längere Zeit in unserem Partnerkreis zu leben und dort zur Schule zu gehen“, kündigte Landrat Wolfgang Spelthahn die Vergabe von Stipendien an.
Für den jungen Amerikaner Hank Chupek ging unterdessen die spannende Zeit in Deutschland zu Ende; er sagte seiner Gastfamilie Wintergalen und seinen Mitschülern am Wirteltor-Gymnasium ade. Im August war er als erster Austauschschüler aus Dorchester County in den Kreis Düren gekommen und hatte hier den deutschen Alltag kennen gelernt. Das steht Amelie Bakar, Anna Weber, Jonas Kusch und Jonas Wintergalen mit umgekehr-ten Vorzeichen noch bevor. Sie begleiteten Hank Chupek nach Dorchester County und waren auf ihre Gastfamilien und neuen Mitschüler gespannt. Ein Semester werden die vier Jugendlichen aus dem Kreis Düren nun in den USA verbringen.
Sollten sie die Maris-Elaine-Gallery besuchen, werden sie die Ausstellung nicht mehr komplett sehen, da mancher der 150 Gäste, die zur Vernissage eingeladen waren, sich ein Erinnerungsstück mit nach Hause nahm. Aber nicht nur deshalb war Otmar Alt von dem Amerika-Besuch begeistert. Es war die Herzlichkeit der Menschen, die dem Künstler überaus imponierte.
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