KHS entwickelte Konzept
Herzogenrath: Behinderte Kinder nehmen künstlerischen Faden auf
Von Redaktion [03.12.2007, 09.21 Uhr]
![]() Mit Feuereifer bei der Arbeit: Karl Heinz Schumacher… |
Ein künstlerisch-didaktisches Konzept für Kinder mit geistigem Handicap zu entwerfen war für den Künster Karl Heinz Schumacher eine wirkliche Herausforderung. Auf den Aldenhovener, der seit Jahrzehnten Ideen in Schulen und Kindergärten umsetzt, war Constantin Mertens aus Rurdorf zugekommen. Der Fachmann vom Kompetenzteam NRW und zuständig für die Förderschulen zwischen Aachen und Düren, setzte sich mit Schumacher zusammen, um ihn mit der Roda-Schule in Herzogenrath zusammenzubringen. Das ebenso simple wie fantasievolle Resultat heißt „Der Weg ist unser Ziel“ und war nun der malerische Leitfaden für Kinder zwischen 6 und 17 Jahren
Mertens und der Schulleiter Thomas Kürten bildeten eine zehnköpfige Gruppe für das Malexperiment. Beide sind nach wie vor fasziniert, mit welch enormer Bereitschaft und Freude die Förderschüler zu Werke gingen. „Kevin erzählt stets, dass er Rote Kreuz-Helfer werden will. Neuerdings will er nur noch Künstler werden“, weist der Rektor auf die sichtbare Motivation sowie das Gelingen des Projektes hin.
![]() …mit Schülerinnen und Schülern der Rhoda-Schule in Herzogenrath |
„Die Kinder nehmen geometrische Formen wie Türen oder CD-Scheiben kaum wahr. Mit Formen schaffen wir gemeinsam eine konstruktivistische, jedoch variable Bilderwelt“, erläutert KHS den Plan. Mit der Sozialpädagogin Elke Schmelter sowie Constantin Mertens leitete Schumacher die ziel-, aber auch prozessorientierten Arbeitsabläufe in einer sechstägigen Aktion.
In einem Festakt während des Tags der offenen Tür in Forum der Roda-Schule werden die bunten Werke mit Drei-, Vier-, Rechtecken oder Kreisen am Sonntag, 9. Dezember 2007, ab 11 Uhr, vorgestellt. Ein rotes Klebeband auf den Bildern vermag wie ein roter Faden einen Weg an den Wänden zu weisen. Ähnlich dem Dominospiel, in dem punktgleiche Flächen aneinander gelegt werden, fügen sich die Darstellungen anhand der roten Linien über-, unter- oder nebeneinander. So wird im monatlichen Wechsel eine neue Gesamtansicht entstehen.
Der Weg ist das Ziel – wie dieses pädagogische Kreativkonzept mit viel Spaß praxisnah umgesetzt werden kann, sieht Constantin Mertens als gelungenes Fallbeispiel für seine Lehramtsanwärter an.
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