Fünfjähriges Bestehen des Netzwerks mit Aktionstag began-gen.

Aktive Senioren feiern in Düren ihre ISaR
Von Redaktion [31.08.2007, 16.21 Uhr]

260 Senioren begrüßte Landrat Wolfgang Spelthahn jetzt zur Feier des Geburtstages im Kreishaus.

260 Senioren begrüßte Landrat Wolfgang Spelthahn jetzt zur Feier des Geburtstages im Kreishaus.

„Das Alter ist heute auch nicht mehr das, was es einmal war!“ Peter Fettweis, Leiter des Referates Seniorenpolitik in Armin Laschets Generationen-Ministerium, erinnerte in seinem Impulsreferat an das Bild, das Albrecht Dürers Mutter 62-jährig zeigt, schon rein äu-ßerlich eine wahrhaft alte Frau. Ganz anders als die 260 Senioren, die jetzt im Kreishaus das fünfjährige Bestehen der ISaR feierten. Lauter vitale Menschen begrüßte Landrat Wolfgang Spelthahn im größten Saal des Kreishauses, alle reich an Erfahrung, Neuem aufgeschlossen, bereit, sich einzubringen in die Gemeinschaft. Gemeinsam blickten sie zurück auf die „Erfolgsgeschichte ISaR“, die Interessengemeinschaft Seniorenarbeit im Raum Düren-Jülich. ISaR ist ein kreisweites Netzwerk, mittlerweile bestehend aus 250 Vereinen, Organisationen und Institutionen, deren gemeinsamer Nenner das Engagement für ältere Menschen ist.

Entstanden ist ISaR im Sommer 2002 aus einem zeitlich befristeten ökumenischen Projekt. „35 Gründungsmitglieder waren wir damals“, erinnerte die Projektkoordinatorin Monika Sandjon an die Stunde null. Von Beginn an war ISaR als Bündnis und Sprachrohr der älteren Menschen gedacht, als Einladung zum Mitmachen und Interessenvertretung.

Die geballte Senioren-Power hat seitdem viel erreicht. „Der Kreis Düren ist ein Exot in NRW. Er ist einer der ganz wenigen Kommunen, in denen Seniorenförderung als Daseinsvorsorge aufgefasst und damit zur Pflichtaufgabe erklärt wurde“, würdigte der Gast aus Düsseldorf die Weitsicht von Landrat Wolfgang Spelthahn. Als das ISaR-Projekt da-mals kurz vor dem Ende der finanziellen Förderung und damit vor einer ungewissen Zukunft stand, hatte der Landrat dem Bündnis im Kreishaus in der Projektentwicklungs- und Forschungsstelle für Chancengleichheit eine neue Heimat gegeben. Seitdem ist Monika Sandjon Mitarbeiterin des Kreises Düren, Senioren gehen im Kreishaus wie selbstverständlich ein und aus.

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Als hauptamtliche Kraft unterstützt Monika Sandjon die vielen Ehrenamtler beim Aufbau von Senioren- und generationenübergreifenden Angeboten in den 15 Kommunen des Kreises. Die Aktiv-vor-Ort-Frühstückstreffen zum Beispiel, bei denen stets über ein aktuelles Thema diskutiert wird, sind mittlerweile vielerorts Selbstläufer. Als wäre es ein Geburtstagsgeschenk, kündigte Landrat Wolfgang Spelthahn personelle Verstärkung für die „Koordinationsstelle Pro Seniorinnen und Senioren im Kreis Düren“ an. „Frau Sandjon kann das nicht alles alleine leisten.“ Beifall kam nicht nur aus dem Saal, sondern auch von Dürens Bürgermeister Paul Larue: „Ich werde mich nicht über die Höhe der Kreisumlage beschweren, wenn mit dem Geld solche Projekte unterstützt werden.“

Grußworte zum Geburtstag sprachen Rudolf Stellmach für den Caritasverband für die Region Düren-Jülich und Pfarrer Günther Pilger von der Evangelischen Gemeinde zu Düren. Die Senioren selbst gestalteten das Programm. Die Seniorentanzgruppen um Paula Schütz und Nelly Zeitz sowie die Tänzer von „Senioren aktiv“ und „Regenbogen“ traten auf, Wolfgang Wollseifen griff in die Tasten, Mundartliches trug Anneliese Imdahl vor. Karola Keßel gab unter anderem eine Kostprobe als Zarah Leander. Dürers Mutter wäre dieser fröhliche Tag sicher sehr merkwürdig erschienen.


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