Arbeitslosenquote leicht auf 9,6 Prozent gesunken

Nur Landwirtschaft im Kreis Düren „gesättigt“
Von Redaktion [13.08.2007, 19.41 Uhr]

Trotz der mit der Ferienzeit und dem Ausbildungsende einhergehenden stärkeren Belastungen bleibt die Entwicklung auf dem Dürener Arbeitsmarkt auch im Juli auf positivem Trend. Die Zahl arbeitsloser Menschen hat sich im Kreisgebiet leicht um 123 (1 Prozent) Personen gegenüber dem Vormonat verringert und liegt mit 12782 Arbeitslosen um 1276 (9 Prozent) Betroffene unter dem Vorjahresniveau.

Die Arbeitslosenquote ist entsprechend zum Vormonat leicht auf 9,6 Prozent gesunken, während im gesamten Bundesland die Arbeitslosigkeit um 0,1 Prozentpunkte von 9,5 auf 9,6 Prozent.

Das Ausbildungsende hat die Zahl jüngerer Arbeitsloser unter 25 Jahren bei der Agentur für Arbeit Düren deutlich um 21 Prozent ansteigen lassen und damit auch die Gesamtentwicklung beeinflusst. Insgesamt waren im Berichtsmonat 3836 Menschen bei der Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet, 98 (3 Prozent) Personen mehr als vor einem Monat. Die registrierte Arbeitslosigkeit im Bereich des optierenden Kreises ist um 221 (2 Prozent) auf 8946 Arbeitslose gesunken.

Im längerfristigen Vergleich zeigt sich jedoch sowohl im Rechtskreis des SGB III wie auch im Rechtskreis des SGB II eine günstige Entwicklung. Auf Seiten der Agentur für Arbeit Düren hat sich die Arbeitslosigkeit binnen Jahresfrist um 980 (20 Prozent), im Zuständigkeitsbereich des Kreises Düren um 301 (3 Prozent) Personen verringert.

Abgesehen von dem vorübergehenden Anstieg konnte die Jugendarbeitslosigkeit binnen Jahresfrist erheblich verringert werden. In der Altersgruppe unter 25 Jahren sank die Arbeitslosigkeit in den letzten zwölf Monaten um 11 Prozent auf 1666 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote nahm um 2,9 Prozentpunkte auf 11,0 Prozent ab. „Wir gehen davon aus, dass sich der positive Trend in den kommenden Monaten fortsetzen wird; die Erfolgsaussichten für Jugendliche mit abgeschlossener Berufsausbildung bei der Suche nach einer Anschlussbeschäftigung stehen derzeit gut“, erläutert Sackers. „Die Vermittlungsfachkräfte der Arbeitsagentur werden darüber hinaus in ihren Bemühungen nicht nach-lassen, durch intensive Beratung und Betreuung sowie eine enge Zusammenarbeit mit den Arbeitsmarktpartnern für alle Jugendlichen eine berufliche Perspektive zu finden“.

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Gerade ältere Arbeitslose – hier insbesondere die Fachkräfte – profitieren von der günstigen Entwicklung des Arbeitsmarktes. Die Zahl Arbeitsloser im Alter von 50 Jahren und älter ist binnen Jahresfrist um 599 (16 Prozent) auf 3207 Arbeitslose gesunken. Entgegen dem allgemeinen Trend ist bei dieser Altersgruppe auch zum Vormonat ein Rückgang um 130 (4 Prozent) Personen festzustellen.

Die Zahl arbeitsloser Ausländer hat sich gegenüber dem Vormonat leicht – nämlich um 3 Prozent – auf 2156 Personen verringert, liegt jedoch um 5 Prozent über dem Vorjahreswert und ist mit 26 Prozent weit überdurchschnittlich hoch.

Der Ausbildungsmarkt weist im Juli 2007 nach wie vor ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage aus. Seit Berichtsjahresbeginn haben sich insgesamt 1847 Jugendliche bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit gemeldet und um Hilfe bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz gebeten. Ihnen standen 1470 gemeldete Ausbildungsstellen gegenüber.

Verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresmonat ist auf Seiten der gemeldeten Ausbildungsstellen ein Anstieg um 73 (5 Prozent) Plätze zu verzeichnen, während die Zahl der gemeldeten Bewerber um 190 (9 Prozent) Jugendliche gesunken ist.

Ähnlich wie in vergangenen Jahren konzentrierten sich die Berufswünsche der Jugendlichen insbesondere auf die Bereiche Waren- und Dienstleistungskaufleute (449 Bewerber), Verwaltungs- und Büroberufe (317) sowie Metallberufe (237). Häufig nachgefragt sind darüber hinaus beispielsweise Ausbildungsstellen in den Bau- und Baunebenberufen, Elektroberufen sowie Gesundheits- und Sozialberufen. Das Ausbildungsplatzangebot reichte jedoch in den meisten Berufsgruppen nicht an die Nachfrage heran.

Ende Juli standen 223 unbesetzten Ausbildungsstellen noch 429 nicht versorgte Bewerber gegenüber. Bis zum Ende des Berichtsjahres im September wird sich hier allerdings noch einiges bewegen. Die Berufsberatung bemüht sich weiter, Jugendliche in Ausbildungsverhältnisse zu vermitteln. Betriebe sind aufgerufen, weitere Ausbildungsstellen zu melden. An die Jugendlichen richtet sich der Appell, auch über durchaus attraktive Ausbildungsalternativen nachzudenken.

Die Ausbildungsbörse am 7. September richtet sich zwar schon an Bewerber, die im kommenden Jahr eine Ausbildung beginnen möchten. Es bietet sich aber auch die Möglichkeit, dass in Jugendliche im direkten Kontakt mit Ausbildungsbetrieben einen Ausbildungsvertrag schließen können.


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