Konzept zur Verkehrsüberwachung vorgestellt

Landrat fällte Starenkasten bei Vossenack
Von Redaktion [16.07.2007, 10.06 Uhr]

 "Starenkasten am Haken" Die von Landrat Wolfgang Spelthahn (2. v. li.) demontierte Messanlage wird zunächst bei der Kreisstraßenmeisterei zwischengelagert.

"Starenkasten am Haken" Die von Landrat Wolfgang Spelthahn (2. v. li.) demontierte Messanlage wird zunächst bei der Kreisstraßenmeisterei zwischengelagert.

In enger Zusammenarbeit zwischen dem kreisdürener Straßenverkehrsamt und der Kreispolizeibehörde wurde in den vergangenen Monaten ein Konzept zur Überwachung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten im Straßenverkehr entwickelt. Schwerpunkte dieses Konzeptes stellte Landrat Wolfgang Spelthahn gemeinsam mit den Verantwortlichen des SVA und der Polizei der Öffentlichkeit vor.

Eingangs betonte der Landrat, die Geschwindigkeitskontrolle von Kraftfahrerinnen und Kraftfahrern diene in erster Linie der Verkehrssicherheit und trage wesentlich zur Verhütung von Verkehrsunfällen bei. "1991 wurde im Kreis Düren damit begonnen, Geschwindigkeiten mittels sog. "Starenkästen" -stationärer Messanlagen- durchzuführen. Allerdings nicht nach Beliebigkeit und nicht, um die Finanzen des Kreises aufzubessern. Nein, die Umfallkommission, die sich aus Vertretern des SVA, der Polizei, der betroffenen Kommunen und des Straßenbaulastträgers zusammensetzt, hat die jeweiligen Standorte auf der Grundlage der regelmäßig fortgeschriebenen Unfallanalysen vorgeschlagen.

Die Messpunkte werden an bestimmten Unfallhäufungspunkten oder an Streckenabschnitten, auf denen eine erhöhte Unfallgefahr naturgemäß gegeben ist, so beispielsweise im Bereich von Kindergärten oder Schulen, eingerichtet" so der Landrat. Und weiter: "Auf der Grundlage unseres Konzeptes wollen wir die stationäre Geschwindikgeitsüberwachung im Kreis Düren weiterentwickeln. Unbestritten ist, dass überhöhte Geschwindigkeit ein wesentlicher Faktor des Unfallgeschehens ist. Unser gemeinsames Ziel ist, die Zahl der Verkehrsunfälle und folglich die Zahl der hierbei verletzten oder getöteten Personen stetig zu reduzieren."

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Für Heinz Bellen und Norbert Latuske von der Dürener Polizeibehörde ist die zielgerichtete Kontrolle von Geschwindigkeitsübertretungen notwendig, um die Sicherheit im Straßenverkehr positiv zu beeinflussen. Sie hoben die gute und qualifizierte Arbeit der Unfallkommission hervor.

Der Leiter des Dürener Straßenverkehrsamtes, Peter Rubel, sowie der zuständige Verkehrsingenieur, Norbert Schiewe, betonten, mit dem nun vorliegenden Konzept zur stationären Geschwindigkeitsüberwachung sei man auf diesem Gebiet zielorientiert aufgestellt. Peter Rubel bezifferte die Einnahmen aus Bußgeldern, die nach Geschwindigkeitsmessungen durch die stationären Anlagen im Jahr 2006 in die Kreiskasse geflossen sind, auf etwa 550.000,00 Euro. "Dennoch sind wir im Kreis Düren von einer "Abzocke" weit entfernt - vergleicht man die Zahlen mit denen des Kreises Aachen, der etwa den dreifachen Betrag an Einnahmen zu verzeichnen hat" so Rubel.

Das Konzept sieht auch die regelmäßige Überprüfung bestehender Messpunkte vor. Und so griff Landrat Wolfgang Spelthahn zum Metallschneider und flexte den "Starenkasten" auf der B 399 am Ortseingang Hürtgenwald-Vossenack ab. Hier konnte seit etwa drei Jahren keine Unfallhäufung mehr registriert werden. Bei dieser Demontage handelte es sich aber zweifelsohne eher um eine symbolische Geste, denn das Gerät wird demnächst an anderer Stelle gewiss wieder benötigt.


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