900 Ausflügler fuhren mit

4. Kreis-Düren-Tag in Bonn war "prima!"
Von Redaktion [18.06.2007, 14.55 Uhr]

"Prima!" Ein Wort reichte Käthe Lothmann, um den 4. Kreis-Düren-Tag zu bewerten. Die Seniorin aus Arnoldsweiler gehörte am Samstag zu den rund 900 Menschen aus dem Kreis Düren, die auf Einladung von Landrat Wolfgang Spelthahn mit einem Sonderzug der Rurtalbahn nach Bonn gefahren waren, um das Rheinische Landesmuseum und die Bonner Innenstadt zu erkunden.

Die Rurtalbahn spannte ihre stärkste Lok vor den Sonderzug und wickelte den Großtransport zwischen Düren und Bonn an beiden Tagen reibungslos ab.

Die Rurtalbahn spannte ihre stärkste Lok vor den Sonderzug und wickelte den Großtransport zwischen Düren und Bonn an beiden Tagen reibungslos ab.

"Die Organisation war perfekt, wir haben viel gesehen", präzisierte Käthe Lothmann ihren Eindruck, als die 3000 PS starke Diesellok der Rurtalbahn die 13 Waggons am Abend wieder Richtung Düren zog. Siegrid Beu hatte die kostenlosen Karten für den Tagesausflug mit etwas Geduld und Glück über eine Telefon-Hotline des Kreises Düren bestellt, und so erlebten vier unternehmensfreudigen Damen aus Arnoldsweiler einen schönen Samstag in der Bundesstadt am Rhein. "Ich bin jetzt schon zum dritten Mal bei den Kreis-Düren-Tagen dabei", lächelte Käthe Lothmann.

Auch Max Maier aus Schlich war zufrieden. Das halbe Stündchen Geduld, das er am Telefon beweisen musste, ehe er die begehrten Tickets sicher hatte, hat sich gelohnt. "Die Museumsführungen waren sehr gut", fand er. "Die Bonner Innenstadt ist wirklich klasse", berichtete Waltraud Spölgen aus Merode, die mit im Abteil saß. Die sechsköpfige Gruppe aus Langerwehe, die zum ersten Mal beim jährlichen Großausflug des Kreises Düren dabei war, hat auf der Rückfahrt eine baldige Wiederkehr auf eigene Faust beschlossen: "Bonn ist mehr als eine Reise Wert", war man sich einig.

Nach gut einstündiger Bahnreise waren die Ausflügler aus dem Kreis Düren am späten Samstagvormittag im Foyer des Rheinischen Landesmuseums vom Bonner Bürgermeister Helmut Joisten und Lothar Altringer, Stellvertretender Direktor des Landesmuseums, begrüßt worden. Und auch Landrat Wolfgang Spelthahn hatte seine Mitbürger in dem lichtdurchfluteten Haus willkommen geheißen: "Andere Menschen putzen am Samstag ihre Autos oder mähen den Rasen. Sie sind bildungshungrig und gehen ins Museum - das ist sehr schön."

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Landrat Wolfgang Spelthahn begrüßte die rund 900 Ausflügler des 4. Kreis-Düren-Tages im Rheinischen Landesmuseum Bonn.

Landrat Wolfgang Spelthahn begrüßte die rund 900 Ausflügler des 4. Kreis-Düren-Tages im Rheinischen Landesmuseum Bonn.

Trotz Sonderzugstärke der Reisegruppe kam es im großen Museum nicht zu Staus. Während des ganzen Tages wurden Führungen angeboten, um den Gästen die Geschichte des Rheinlandes von der Steinzeit bis zur Gegenwart näher zu bringen. Auf die Exponate aus dem Kreis Düren wurde dabei ganz besonders hingewiesen. Mit dem Logo des Kreises Düren ausgezeichnet war beispielsweise das Triptychon "Geburtstod" von Herbert Falken, jüngst für sein Lebenswerk mit dem Kunstpreis des Kreises Düren ausgezeichnet. So manches wertvolle Fundstück wurde beim Kohlebaggern entdeckt, etwa der Goldschatz von Niederzier-Hambach.

Ein römischer Würfelturm aus dem 4. Jahrhundert, der das Schummeln beim Werfen verhindert, wurde in Vettweiß-Froitzheim ausgegraben. Das Spielzeug ist eine kulturhistorische Kostbarkeit, denn weltweit existieren nur zwei Stück. Musterbeispiel für die technischen Meisterleistungen der Römer ist eine Feuerwehrspritze, mit der sie Wasser ganz ohne Motor bis in 27 Meter Höhe schießen konnten. Das konische Metallendstück einer solchen Spritze wurde in Kirchberg gefunden. Ein Nachbau hat den Praxistest der Bonner Experten bestanden. Ein weiteres sehenswertes Exponat aus dem Kreis Düren: Die "Waldlandschaft", ein stilles Ölgemälde des 1807 in Jülich geborenen Landschaftsmalers Johann Wilhelm Schirmer.

"Das Rheinische Landesmuseum hat so viel zu bieten - man kann das alles unmöglich an einem Tag erkunden", freute sich Landrat Wolfgang Spelthahn, nach der Premiere der Kreis-Düren-Tage 2004 nun zum zweiten Mal in Bonn zu Gast zu sein. Wie stets, genossen die Ausflügler das gesamte Tagesprogramm dank der Unterstützung der Rurtalbahn zum Nulltarif. Das galt am Freitag auch für knapp 1000 Schüler aus dem Kreis Düren.


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