Auffallend brutal

Mai-Verletzungen im Kreis Düren
Von Redaktion [12.05.2005, 16.36 Uhr]

Viele „Brennpunkte“ hatte die Polizei im Kreis Düren am Wochenende 7./8. Mai zu bewältigen: Die Mai-Feierer gebärdeten sich wie die Natur im Wonnemonat: Sie schlugen aus. Und das zuweilen ausgesprochen brutal.

In der Nacht zu Freitag wurde ein 20-jähriger Mann aus Niederzier im Schlicher Festzelt in der Schmiedestraße von zwei noch nicht bekannten Männern misshandelt. Kurz nach 2 Uhr hatte ihm nach einem kurzen Streit einer der Unbekannten mit dem Knie ins Gesicht getreten und der andere ihm den Arm ausgekugelt. Der Geschädigte wurde mit einem RTW zu einem Krankenhaus verbracht. Am Freitagmittag wurde ein 16-jähriger Schüler durch zwei 15 und 16 Jahre alte Jugendliche verprügelt. Die beiden namentlich bekannten Tatverdächtigen hatten den Geschädigten gegen 14.30 Uhr in der Eisenbahnstraße angetroffen und ihn zunächst aufgefordert, mit zu einem Bolzplatz zu gehen. Dort schlugen und traten die beiden Tatverdächtigen gemeinsam auf den 16-Jährigen ein. Ein weiterer Jugendlicher sah tatenlos zu. Als der Geschädigte nach Hause kam, suchte seine Mutter mit ihm das Krankenhaus auf. Dort wurde der Verletzte ambulant behandelt.

Noch ungeklärt ist der tatsächliche Hergang mehrerer bei der Polizei angezeigter Körperverletzungen. Diese haben sich in der Nacht zu Samstag in Niederzier, im Umfeld des dortigen Maifestes in der Weihbergstraße, zugetragen. Gegen 0.30 Uhr soll eine 27-jährige Besucherin des Festzeltes zunächst von einem 33 Jahre alten Mann aus Niederzier einen Schlag ins Gesicht erhalten haben. Die Frau wurde dabei leicht verletzt und wollte gegebenenfalls selbstständig einen Arzt aufsuchen. Nach dem Vorfall wurde der 33-Jährige vor dem Zelt von dem 21- jährigen Freund der Geschädigten zur Rede gestellt. Zwischen den zwei Männern entstand eine Rangelei, in die sich dann auch der Vater des 21-Jährigen einmischte. Während der den 33-jährigen in den Schwitzkasten nahm, soll sein Sohn den Wehrlosen geschlagen und dadurch leicht verletzt haben.

Werbung

Etwa zur gleichen Zeit wurde in Linnich-Körrenzig ein 20 Jahre alter Mann aus Titz durch eine Gruppe männlicher Jugendlicher offenbar grundlos zusammen geschlagen. Der 20-Jährige befand sich in Begleitung seiner Freundin auf der Hauptstraße, als er aus einem vorbei fahrenden Pkw heraus beleidigt wurde. Nach einem kurzen Wortgefecht entstiegen dem Fahrzeug vier oder fünf junge Männer, die den 20-Jährigen zu Boden schlugen und anschließend weiter auf ihn eintraten. Erst als eine größere Gruppe der in der Nähe feiernden Maigesellschaft einschritt, wurde die Auseinandersetzung beendet. Der Geschädigte erlitt außer einigen Blessuren keine ernsthaften Verletzungen. Die Ermittlungen nach den Tatverdächtigen dauern an.


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Stadtteile

Kita „Die kleinen Strolche“: Jubiläumsfeier eine Woche lang
„Was wollen wir trinken sieben Tage lang?“, heißt ein ziemlich bekanntes Fest- und Feierlied. Da so ein 50-jähriges Jubiläum bei der Kita „Die kleinen Strolche“ in erster Linie ein Fest für die Kinder ist, hat sich das Team der Einrichtung überlegt, mit den Kindern, die sie im Moment besuchen, kräftig und sieben Tage lang zu feiern. Es geht los mit dem Dasda Theater, das am Donnerstag, 27. April, das Stück Petterson und Findus im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Düsseldorfer Straße 30, für die Kita-Kinder aufführen wird.  [26.04.2017, 13.58 Uhr]  >>
Im Heckfeld Geschmack am Glauben finden
Einen Ruhepol im Alltag finden. Innehalten, dem eigenen Getriebensein im Leben regelmäßig einen Ort des Atemholens zu geben, dazu dienen Exerzitien im Alltag. Seit fast 20 Jahren wird in St. Rochus Jülich diese Tradition in der Fastenzeit gepflegt. [09.04.2017, 14.12 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung