Planerisches Neuland

Kreis Düren legt 1. Kinder- und Jugendförderplan vor
Von Redaktion [27.04.2007, 07.17 Uhr]

Helga Conzen (v.l.), Gregor Dürbaum, Insa Breuer und Kreisdirektor Georg Beyß präsentieren den 1. Kinder- und Jugendförderplan des Kreises Düren.

Helga Conzen (v.l.), Gregor Dürbaum, Insa Breuer und Kreisdirektor Georg Beyß präsentieren den 1. Kinder- und Jugendförderplan des Kreises Düren.

Die Bilder auf dem Deckblatt des 1. Kinder- und Jugendförderplans des Kreises Düren sind unmissverständlich. In dem zehnseitigen Heft stehen die im Mittelpunkt, denen die Zukunft gehört. Was das Jugendamt des Kreises Düren und seine vielen Partner bis 2009 unternehmen, damit möglichst alle Kinder eine möglichst gute Zukunft haben, ist dort im Grundsatz schwarz auf weiß nachzulesen.

"Der Kinder- und Jugendförderplan legt die inhaltlichen und finanziellen Rahmenbedin-gungen fest, unter denen die Jugendarbeit bis 2009 ausgestaltet wird", nennt Gregor Dürbaum, Leiter des Kreisjugendamtes, den Grundgedanken des Werks, mit dem der Kreis Düren planerisch Neuland betreten hat. Der Landesgesetzgeber hat allen Kommunen in NRW die Erarbeitung von Kinder- und Jugendplänen aufgegeben, um auf diesem zukunftsweisenden Handlungsfeld Verlässlichkeit und Qualität zu sichern.

Diese Aufgabe erledigten Kreisjugendamt und Kreisjugendhilfeausschuss Hand in Hand mit denen, die die konkrete Jugendarbeit vor Ort leisten. "So wurde der 1. Kinder- und Jugendförderplan des Kreises Düren sowohl vom Fachausschuss als auch vom Kreisausschuss und –tag einstimmig verabschiedet", weist Dezernent Georg Beyß auf das größtmögliche Maß an Übereinstimmung bei der Erarbeitung des neuen kommunalen Steuerungsinstrumentes in der Jugendhilfeplanung hin.

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Der erste der Pläne, die künftig im Fünfjahresrhythmus fortgeschrieben werden sollen, setzt seinen Schwerpunkt auf den Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Hier gibt es bereits ein großes Angebot. In allen 14 Kommunen, für die das Kreisjugendamt zuständig ist, wird ein eigener hauptamtlicher Jugendbetreuer finanziert; zudem sind der Jugendbus "Wilde 13" und eine Streetworkerin im Einsatz. "Ganz wichtig für unsere Arbeit ist der Wirksamkeitsdialog", unterstreicht Helga Conzen, Vorsitzende des Kreisjugendhilfeausschusses, die Bedeutung der regelmäßigen Reflexionsgespräche mit den Praktikern vor Ort hin. Der Wirksamkeitsdialog dient dazu, die Angebote zu überprüfen, um sie gegebenenfalls den sich wandelnden Bedürfnissen der Heranwachsenden vor Ort anzupassen.

Jugendarbeit braucht Kontinuität, denn die Arbeit mit Heranwachsenden ist größtenteils Beziehungsarbeit. Ständig wechselnde Bezugspersonen sind da wenig hilfreich. Deshalb brauchen die freien Träger in der Offenen Jugendarbeit finanzielle Planungssicherheit, um ihren Mitarbeitern berufliche Perspektiven über Jahresfrist hinaus bieten zu können. "Fünfjahresverträge mit den freien Trägern der Jugendhilfe sind bei uns bereits seit 1994 Stan-dard", unterstreicht Gregor Dürbaum, dass ein Ziel des neuen Kinder- und Jugendförder-gesetzes im Kreis Düren bereits seit langem Standard ist.


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