Wie schütze ich mein Kind gegen sexuelle Übergriffe?

Düren: Aufklärungsveranstaltung durch „basta!“
Von Redaktion [06.05.2005, 17.46 Uhr]

Mit einer Veranstaltung für besorgte Eltern trug der Verein basta! den Elternanfragen Rechnung, die aufgrund der zahlreichen Meldungen über versuchte Übergriffe an Kindern aus fahrenden Autos in der letzten Zeit beim Verein eingingen.

Marion Laßka vom Kommissariat Vorbeugung als kompetente Ansprechpartnerin für Eltern bei einer Info-Veranstaltung des Vereins „basta!“

Marion Laßka vom Kommissariat Vorbeugung als kompetente Ansprechpartnerin für Eltern bei einer Info-Veranstaltung des Vereins „basta!“

„In Leversbach und Winden spricht ein Mann kleine Kinder an. Ich habe eine fünfjährige Tochter und wüsste gern, was ich ihr als Rüstzeug mitgeben kann.“ „Was mache ich, wenn ich das Gefühl habe, mein Kind schweigt über etwas, das ihm passiert ist?“ So und ähnlich lauteten die Fragen, die bei der Elternveranstaltung an Marion Laßka vom Kommissariat Vorbeugung gestellt wurden. „Wichtig ist zunächst einmal,“, so Marion Laßka, „eine frühzeitige Aufklärung der Kinder, sie müssen die Sprache haben für das, was ihnen passiert, um sich überhaupt dazu äußern zu können.“
Aber auch, wenn dem Kind Begrifflichkeiten geläufig seien, gebe es manchmal Gründe für das Kind, zu schweigen. Dies könne z. B. der Fall sein, wenn das Kind die Mutter nicht belasten wolle. Hier sei die Kenntnis von Wahlmöglichkeiten innerhalb eines Kreises vertrauter Personen wichtig. Weitere Tipps für Eltern, die Marion Laßka anschaulich darstellte, waren z. B., dem Kind bewusst zu machen, 1. dass es nicht aus Höflichkeit an ein Auto herangehen und Fragen beantworten muss, wenn es aus einem vorbeifahrenden Auto heraus angesprochen wird, sondern das Recht hat, weiterzugehen, 2. dass es – falls es doch auf den Fahrer eingeht, z. B. aus Neugier – Abstand von der Tür halten bzw. von der Tür weggehen soll, 3. dass es laut sprechen – Öffentlichkeit herstellen – soll.

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Weiterhin könnten Eltern mit ihrem Kind Positivlisten erarbeiten, beispielsweise, bei welchen Personen es mitfahren kann. Diese Liste müsse aber dann für das Kind verbindlich sein. Für den Schulweg könnten „Rettungsinseln“ vereinbart werden: Stationen wie Geschäfte, Telefonzellen, Tankstellen, Bekannte, die in der Nähe wohnen. Die Kinder sollten Zettel mit Telefonnummern bei sich haben, aber nicht sichtbar an der Schultasche, denn daraus könnte ein potentieller Täter Informationen zur Anknüpfung eines Gesprächs entnehmen. Viele weitere Fragen von TeilnehmerInnen der Veranstaltung konnten beantwortet werden. „´Wie kann ich mein Kind schützen´“, hob Sigrid Bergsch vom Verein basta! hervor, „lautet der Titel der Veranstaltung, denn die Verantwortung bei einem sexuellen Übergriff an Kindern tragen immer und in jedem Fall Erwachsene, und deren Aufgabe ist es, die Kinder zu schützen.“


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