Düren will interkulturelle Kompetenz stärken

Weiterbildungbedarf in der Kreisverwaltung
Von Redaktion [31.03.2007, 08.38 Uhr]

Die Mehrheit der leitenden Mitarbeiter der Kreisverwaltung Düren hat bisher an keiner Weiterbildungsmaßnahme zur Stärkung ihrer interkulturellen Kompetenz teilgenommen. Das ist das Ergebnis einer vom Projekt Pro Qualifizierung durchgeführten Befragung. Unter 27 Befragten bestätigten nur drei leitende Mitarbeiter, in Vergangenheit an konkreten Fortbildungsmaßnahmen teilgenommen zu haben. 16 der Befragten führen die Situation auf eine zu hohe Arbeitsdichte zurück.

Pro Qualifizierung will deshalb in Zukunft den leitenden Mitarbeitern Fortbildungsmaßnahmen während der Arbeitszeit anbieten. „Das Ziel von Pro Qualifizierung ist es, die interkulturelle Kompetenz in der Kreisverwaltung zu stärken“, sagt Robert Gereci vom DGB Bildungswerk. Die Kreisverwaltung hat bereits ihr Interesse unterstrichen, ihre Dienstleistungen so zu gestalten, dass Migrantinnnen und Migranten, es leichter haben, sich zu integrieren.

Interkulturelle Kompetenz gehört zu den Grundlagen, um dieses Ziel zu erreichen. Pro Qualifizierung bietet den Mitarbeitern der Kreisverwaltung Kurse an, in denen die Sensibilität gegenüber Menschen aus anderen Kulturen geschult wird. Ein Perspektivenwechsel soll den Mitarbeitern der Kreisverwaltung helfen, die oft unterschiedliche Wahrnehmung der Behörden durch Migranten zu verstehen. Kulturbedingte Missverständnisse können dadurch vermieden werden.

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Die Mehrheit (19) der Amtsleiter ist der Meinung, dass sprachliche Schwierigkeiten den Kontakt zwischen den Ämtern und Kunden mit Migrationshintergrund erschweren. Kulturelle und religiöse Unterschiede sowie unzureichende Integrationsbereitschaft der Migranten werden ebenfalls als Gründe angeführt. Zugleich begegnet die Mehrheit (19) der Befragten selten Konflikten zwischen Amt und Kunde, die auf Grund des Migrationshintergrundes entstehen.

Dessen ungeachtet glauben 17 Umfrageteilnehmende, dass es für den Kontakt hilfreich ist, wenn der Mitarbeiter der Kreisverwaltung einen Migrationshintergrund hat. Eine Erhöhung des Migrantenanteils unter den Beschäftigten der Kreisverwaltung begrüßen acht Amtsleiter. 16 Befragte beantworten diese Frage mit „weiß nicht/keine Angabe“. Die Gründe für den geringen Anteil der Migranten sehen achte Befragte in der fehlenden Qualifikation.

Als Maßnahme zur Erhöhung des Migrantenanteil schlagen acht Befragte Maßnahmen zur Qualifizierung und gezielte Ansprache bei der Nachwuchssuche vor.


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