Vor Zahlungsunfähigkeit bewahrt

Kreis Düren gewährt DGA „Finanzspritze“
Von Redaktion [28.03.2007, 18.22 Uhr]

Mit einer Finanzspritze von 290.000 Euro hat der Kreis Düren die gemeinnützige Dürener Gesellschaft für Arbeitsförderung (DGA) vor drohender Zahlungsunfähigkeit bewahrt. Das Geld stellt der Kreis Düren als Alleingesellschafter der DGA nach internen Umschichtun-gen aus seinem Etat zur Verfügung. "Ein auf drei Jahre angelegtes Ausbildungsförde-rungsprogramm für schwer vermittelbare Jugendliche ist aus dem Ruder gelaufen. Es ist einfach zu schnell gewachsen", erläuterte Landrat Wolfgang Spelthahn den Hintergrund des finanziellen Engpasses im Pressegespräch.

Auf dem Gelände der ehemaligen Dürener Glashütte bildet die DGA derzeit 56 Jugendli-che in verschiedenen Berufen aus. Einschließlich ihrer Ausbilder sind dort 70 Menschen beschäftigt. "Diese Stellen sind mittelfristig gesichert", verwies der Landrat auf den Be-schluss, den der Kreistag mit breiter Mehrheit gefasst hat. Insgesamt sollen im Rahmen des Projekts 72 junge Menschen ausgebildet werden.

Zwei Millionen Euro Fördermittel stehen dafür über drei Jahre zur Verfügung. "Man ist wohl zu ambitioniert an die Sache herangegangen und hat nicht damit gerechnet, dass einige Jugendliche abspringen, für die es dann in diesem Jahr keine Finanzmittel gibt", erläuterte Landrat Wolfgang Spelthahn und sprach von einem "Managementfehler".

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Begünstigt wurde dieser offenbar durch eine schwerwiegende Erkrankung des mittlerweile ausgeschiedenen DGA-Geschäftsführers. Als sein Nachfolger führt nun Hans-Joachim Deutz das Unternehmen. Derzeit wird die abgewendete Zahlungsunfähigkeit untersucht, der Abschlussbericht soll bis zur Sommerpause vorgelegt werden.

In einem künftigen Projekt eröffnet die gemeinnützige Gesellschaft jungen Menschen Be-rufsperspektiven im Hotel- und Gaststättengewerbe, das nicht zuletzt dank des National-parks Eifel hervorragende Aussichten hat. Im ehemaligen Haus der Familie in Nideggen wird die DGA auf dem Arbeitsmarkt benachteiligte junge Menschen zu Fachkräften im Gastgewerbe ausbilden. Weitere Bausteine des Großprojekts "touristisches Dienstleis-tungszentrum Nideggen" sind die Nideggener Jugendherberge, die ihren stark renovie-rungsbedürftigen Standort in der Stadt aufgibt und umsiedelt, eine Kunstakademie und ein Nationalparktor als Infozentrum für Naturfreunde.

Um die DGA in diesem geplanten Großprojekt zu entlasten, übernimmt eine Arbeitsgruppe der Kreisverwaltung Düren die Steuerung dieses 9,7 Millionen-Euro-Projekts während der Bauphase. Die DGA beteiligt sich durch handwerkliche Eigenleistung an dem Vorhaben. Ihre Mitarbeiter werden das früher vom Bistum Aachen genutzte Grundstück roden und den nachträglich an die alte Villa angebauten Komplex abreißen, der einem Neubau wei-chen muss.

Nach intensiven Verhandlungen hat nun auch das Deutsche Jugendherbergswerk seine verbindliche Zusage gegeben, sich an dem Zentrum zu beteiligen. Somit ist der Weg frei, entsprechende Förderanträge für das Zentrum zu stellen, das die Infrastruktur im Süden des Kreises Düren deutlich aufwerten wird.


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