Schlechte Ernte 2006

Kreis Düren: Kartoffeln könnten teurer werden
Von Redaktion [20.03.2007, 10.18 Uhr]

„Damit die Kartoffeln auf dem Acker gut wachsen können, müssen die Knollen jetzt einige Wochen vor dem Auspflanzen vorgekeimt werden“, erklärt Franz Josef Kügelgen, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Düren. Wenn die versteckten Augen an den Knollen zu ein bis zwei Zentimeter langen Lichtkeimen herangewachsen seien, könnten die ersten Frühkartoffeln bei günstiger Witterung Anfang bis Mitte April in den Boden gelegt werden.

Vorgekeimte Kartoffeln seien resistenter gegen Krankheiten und ermöglichten eine frühere Ernte, erläutert der Landwirt aus Rommelsheim. Dies sei in diesem Jahr von großem Wert, da bedingt durch den milden Winter der Krankheitsdruck stärker sei als in Jahren mit starken Frösten.

Die schlechte Kartoffelernte im vergangenen Jahr habe allerdings auch erhebliche Aus-wirkung auf die Pflanzkartoffelpreise zur Saison 2007. Die Preise seien so hoch wie seit 30 Jahren nicht mehr, hebt der Kreisbauernvorsitzende hervor. Für die Kartoffelerzeuger bedeutete dies Mehrkosten von ca. 400 bis 500 Euro pro Hektar.

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Die Kartoffeln seien klein und es gäbe erhebliche Qualitätsprobleme, die eine erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten zur Folge hätten. Die Landwirte müssten zudem wegen des milden Winters einen erheblichen Mehraufwand für die Lagerhaltung der Pflanzkartoffeln aufbringen.

Im Rheinland sei der Kartoffelanbau ein bedeutender Wirtschaftszweig für die Landwirte, so Kügelgen. Immerhin würden jährlich ca. 19.000 bis 22.000 Hektar der Knollen angebaut. Je nach Erntejahr könne da durchschnittlich 900.000 Tonnen des rheinischen Goldes geerntet und vermarktet werden. Dabei spielten nicht nur der Anbau von Speisekartoffeln eine bedeutende Rolle, sondern vor allem auch Industriekartoffeln für die Zubereitung von Chips oder Fritten sowie die Herstellung von Alkohol.


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