Weitere Überprüfungen

Düren: Mängel bei jedem dritten Radler
Von Redaktion [16.12.2006, 07.44 Uhr]

„Meine Mutter hat letzte Woche schon bezahlt" Mit diesem Satz brachte eine 14-jährige Radfahrerin am Freitagmorgen das Problem der sicheren Verkehrsteilnahme auf den Punkt. Auf dem Weg zur Schule war das Mädchen in der Dunkelheit auf einem völlig ohne Beleuchtung oder mit Reflektoren ausgestatteten Fahrrad von der Polizei angehalten worden. Wie die auch noch dunkel gekleidete Schülerin erklärte, war ihre Mutter bereits in der Vorwoche wegen der gleichen Sache verwarnt worden. Daraufhin habe der Vater sich um die Fahrradbeleuchtung kümmern wollen, es aber bislang nicht getan.

Die Polizei fragt: Ist den Eltern die Unversehrtheit ihrer Kinder wirklich so wenig wert? Das Ergebnis der am Freitagmorgen im Umfeld der Dürener Schulen erneut durch die Beamten des Verkehrsdienstes getätigten Kontrollen stimmt zumindest nachdenklich. Fehlende lichttechnische Einrichtungen bedeuten, wie die Polizei betont, gerade in der dunklen Jahreszeit einen vermeidbaren Risikofaktor. Dabei gehe es nicht in erster Linie um die Erfüllung von Vorschriften, sondern im Extremfall um Gesundheit und Leben.

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Aber nicht nur Schüler mussten eine Belehrung und Erteilung von Mängelzetteln durch die Polizei hinnehmen. Unter den am Freitag vor Schulbeginn in kurzer Zeit festgestellten 16 Verstößen waren auch wieder Erwachsene, die mit der vorgeschriebenen Beleuchtung offenbar nichts am Hut hatten. Eine Feststellung, die nicht neu ist, waren doch zahlreiche Bürgerbeschwerden über schwer erkennbare und rücksichtslose Radfahrer mit ein Grund für die intensiven Maßnahmen.

In den vergangenen Wochen hat die Polizei bei frühmorgendlichen Kontrollen in der Innenstadt mehr als 500 Radfahrer überprüft. Nach dabei erteilten 145 Verwarnungen und drei Ordnungswidrigkeitenanzeigen lässt sich die erschreckende Aussage, dass nahezu bei jedem dritten Radfahrer sicherheitsrelevante Mängel festzustellen sind, somit auch statistisch belegen.

Trotzdem hatten die eingesetzten Beamten am Freitagmorgen das Gefühl, eine "leichte Besserung" feststellen zu können. "Bei einigen hatten sich unsere Überprüfungsmaßnahmen schon herum gesprochen", wusste der Leiter des Verkehrsdienstes Düren, PHK Karl-Heinz Hamacher, zu berichten, der selbst bei den Kontrollen mit vor Ort ist. "Aber ohne diese Maßnahmen wäre es sicher noch viel schlimmer", fügte er klarstellend hinzu.

Die Zweiradkontrollen werden fortgesetzt.


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