16. Jahr erfolgreich

Malerischer Muck in Gereonsweiler
Von Redaktion [30.11.2006, 20.07 Uhr]

Gespannt verfolgten einige Kinder auf Logenplätzen die Geschichte „Der kleine Muck“.

Gespannt verfolgten einige Kinder auf Logenplätzen die Geschichte „Der kleine Muck“.

Orient, Palmen und eine Palast mit goldverzierten Säulen. Im Hof plätschert ein Brunnen – nicht malerisch, im wahrsten Sinne. Derart detailverliebt haben die Bühnenbauer Günter Sieben, Hermann-Josef Braun, Karl-Heinz Kammann und Carlo Lüttgen sich ins Zeug gelegt, um ihre Damen ins rechte Märchenlicht zu rücken.

Seit Monaten probt die siebenköpfige Laienspielgruppe in Gereonsweiler, und zeigte gleich 13mal eine wahrhaft märchenhaften Aufführung. „Der kleine Muck“ – gespielt von Christel Bergrath – entführte die Kinder, von begeisterten Eltern begleitet, aus dem stets ausverkauften Pfarrsaal in die bunte Welt des Sultans (Lisa Kammann), der Palastwachen (Getrus Sieben, Gisela Braun), der Basare, Zauberer (Marlene Emonts) und einer Bauchtänzerin (Juliane Lüttgens). Charmant wurde nicht nur die Geschichte von dem kleinen Muck mit viel zu großem Hut auf dem Weg durch die Welt erzählt, die Kinder wurden stetig mit einbezogen.

Ein kleiner Dialog entspann sich eins ums andere Mal, bei dem sich die kleinen Theaterbesucher immer weiter an die Bühne herantrauten. Einige verfolgten schließlich sogar Kopf in die Arme und auf die Theaterbretter gestützt aus nächster Nähe, wie Muck die verzauberte Prinzessin erlöst und die Gunst des Sultans erringt.

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Die Entzauberung ist gelungen: Aus der kleinen Katze wurde wieder die Prinzessin Suleika.

Die Entzauberung ist gelungen: Aus der kleinen Katze wurde wieder die Prinzessin Suleika.

Was einst als Kindergarten-Mütter-Spielgruppe begann hat sich im 16. Jahr zu einem feinen Theaterbetrieb herausgeputzt. Inzwischen finden 12 bis 13 Aufführungen im Jahr statt. Neben dem Bühnenbild und der Technik, stimmt auch das „Catering“. Die Waffeleisen laufen heiß und die kühlen Getränke werden vom Ensemble-Nachwuchs an den Publikumsnachwuchs ausgegeben. Dabei spielen sie nicht für die eigene Tasche: Gespendet wird der Erlös – im vergangenen Jahr waren es 5000 Euro – an einen caritativen Zweck. Wer beschenkt wird, wird erst bei dem Kassensturz entschieden. Zusammengesetzt wird die Summe aus den Eintrittsgeldern, dem Verkauf von Speis und Trank sowie dem spendenfreudigen Publikum, das beim Hinausgehen das Schwein füttert. In diesem Jahr gab es als Bonus noch 250 Euro dazu: Christoph Sommer legte diese Summe vor. Er hatte sich von Feuerwehrkameraden angestiften zum Scheren einer Glatze überreden lassen.

Der kleine Muck, eine Bildergeschichte


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