Gegen Angstmache, Erpressung und sexuelle Übergriffe an Schulen

„basta“ lud Grundschulkinder in Düren zur Vorstellung ein
Von Redaktion [01.01.1970, 01.00 Uhr]

Szene aus „Zack! Boing! Autsch!“.

Szene aus „Zack! Boing! Autsch!“.

Der Verein „basta! gegen den sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen e. V.“ hatte Dürener Schulen zu einer Theateraufführung eingeladen. Anlass hierzu war, dass nach Erkenntnis der neuen Täterforschung etwa ein Drittel aller Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Kindern durch kindliche und jugendliche Täter und Täterinnen verübt wird. Hierzu gehören Mitschüler, ältere Geschwister, Nachbarskinder, Babysitter. Es kamen 350 Mädchen und Jungen der 4. und 5. Schuljahre mit ihren Lehrerinnen und Lehrern.

Das Interesse an der Veranstaltung war so groß, dass etwa die gleiche Anzahl Schülerinnen und Schülern leider eine Absage erhalten musste. Der Verein „basta!“ vertröstete die angemeldeten Schulen auf das nächste Jahr, im dem geplant ist, das Stück noch einmal aufzuführen. Die Theatergruppe von Zartbitter aus Köln kam mit ihrem neuen Stück "Zack! Boing! Autsch!" in den Saal der Evangelischen Gemeinde zu Düren. Die Schauspieler von Zartbitter verstanden es, die Kinder gut 70 Minuten in ihren Bann zu ziehen.

Die Thematik des Stückes befasste sich mit alltäglichen Problemen, die viele Kinder heute auf dem Schulhof oder dem Schulweg erfahren: um Abzocken durch Kinder und Jugendliche, um blödes Anquatschen, um körperliche Gewalt und sexuelle Übergriffe. Nicht selten werden Kinder durch Cliquen oder auch einzelne Mitschüler in dieser Art und Weise belästigt. Viele der betroffenen Mädchen und Jungen wissen sich in dieser für sie beschämenden Situation nicht zu helfen. Die Schauspieler zeigten auf eine kindgerechte, lebensfrohe und ermutigende Weise Wege auf, wie man sich gegen solche Übergriffe wehren kann. Das Wichtigste sei, sich jemandem anzuvertrauen.

Es wurde sehr deutlich, dass man mit Verbündeten viel erreichen kann. Die Schüler wurden aufgefordert, ihre eigenen Gefühle wahrzunehmen und sich Hilfe zu holen. Im Anschluss an die Aufführung hatten die Schüler und Schülerinnen Gelegenheit, ihre Fragen, Kritik oder auch Lob an die Schauspieler loszuwerden. Viele Mädchen und Jungen machten regen Gebrauch davon. Die Lehrerinnen und Lehrer bekamen von Zartbitter Broschüren, um das Thema im Unterricht nachbereiten zu können.

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