Begeisterndes Spiel

FC Bayern-Allstars gewannen in Düren 3:10
Von Redaktion [28.10.2006, 20.21 Uhr]

Alle Stars in Action, mit Labadia als Torschützenkönig.

Alle Stars in Action, mit Labadia als Torschützenkönig.

Die Lederhosen durften die Bayern in Düren anbehalten; die Trainer-Auswahl aus dem Kreis Düren zupfte den ehemaligen Fußballprofis des deutschen Rekordmeisters allenfalls ein wenig an den Hosenträgern. 10:3 (4:1) siegte das FC Bayern-Allstars-Team um Kapitän Hansi Pflügler am Freitagnachmittag vor 1700 Zuschauern auf dem Sportplatz des Berufskolleg Kaufmännische Schulen in Düren. In seniorenfreundlichen 2 x 35 Minuten, wohlgemerkt.

Am Ende waren alle zufrieden, ja glücklich: die Bayern, weil sie es standesgemäß gemacht hatten, sowohl vom Ergebnis als von den Kabinettstückchen her; die von Bernd Steinbusch und Walter Schruff betreute Gastgeber-Elf, weil sie mehr als das obligatorische Ehrentor geschossen hatte und es nur einem aufgedrehten Bruno Labbadia zu verdanken war, dass die Zahl der Gegentore dann doch noch zweistellig geriet.

Zufrieden waren aber auch die Zuschauer, weil sie ihre Idole aus vergangenen Tagen noch einmal hautnah erlebt und an diesem Nachmittag etwas über Fußball gelernt hatten, was den meisten wohl fremd war: Entscheidend ist nicht nur „auf’m Platz“, sondern auch daneben. Eine Lektion, für die das Moderatoren-Duo Stefan und Stefan in Düren zuständig war. Mit ihrem Hokuspokus am Mikrofon adelten Stefan Lehmann, Stadionsprecher in der Allianz-Arena, und WDR-Hörfunkkommentator Stefan Kaussen das Fußballspiel zum Gesamtkunstwerk, die Gaudi zur Mordsgaudi.

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Armmuskeltraining beim Autogrammegeben.

Armmuskeltraining beim Autogrammegeben.

Seien es die A cappella-Jingels und die typisch Münchener Toransagen von Stefan L. ("Danke!" - "Bitte!"), seien es die immer wieder eingestreuten Hörfunkreportagen von Stefan K. - die beiden zauberten Bundesliga-Arena-Flair aufs Land. Höhepunkt der humorvollen Improvisation: 1700 Zuschauer winken einem verdutzten Herrn im Feinripp-Unterhemd zu, der das Spiel von seinem Balkon jenseits der Euskirchener Straße aus beobachtet.

Zum Reigen der Zufriedenen zählten an diesem Abend aber auch Achim Schiffer, Präsident des FC Bayern München-Fanclubs Kreis Düren, und Landrat Wolfgang Spelthahn, seit Kindesbeinen in der Wolle gefärbter FCB-Anhänger: "Das war heute für alle ein tolles Erlebnis", lautete ihr Fazit "geteilte Freud ist doppelte Freud". Sage und schreibe 170 neue Mitglieder hatte ihr Fanclub für den FC Bayern München geworben, den weltweit größten Fußballverein in spe. Damit gewannen die Kreisdürener eine Monats- und die Jahreswertung des Fanclub-Wettbewerbs. Zur Belohnung für das eine war Ex-Profi Wolfgang Dremmler jetzt mit den Allstars in Düren zu Gast. Als Dank für das andere folgt 2007 ein Gastspiel der Bundesliga-Elf von Felix Magath an der Rur - das Fußball-Märchen geht also weiter.

Das erste, was den Ex-Profis in Düren warm wurde, waren die Armmuskeln. Bei der Signierstunde in der Schulaula verlangten gestandene und frisch gebackene Fanclubmitglieder - gestärkt durch Schweinebraten, Kraut und Knödel - den Helden von gestern einiges ab. Dass die Allstars keine Altstars sind, zeigte sich schon wenig später. Bis zur elften Minute dauerte es, ehe Bruno Labbadia zum ersten von insgesamt vier Malen einlochte, danach fielen die Tore verlässlich. Was wohl passiert wäre, wäre Paolo Sergio nicht im Stau stecken geblieben, was ihn um das Spiel in Düren gebracht hat? So trafen Michael Sternkopf (2), Oliver Kreuzer, Marcel Witeczek, Bernd Dreher sowie Sören Lerbys Sohn Kai. Für die Trainer - sie coachen Bezirksliga und höher - waren Bernd Virnich zum 1:2 sowie Peter Kosprd und Harald Simons erfolgreich.


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