Wiedereröffnung

"Rurwelle" eröffnete mit über 1000 Gästen
Von Redaktion [17.09.2006, 17.28 Uhr]

Ein winziger Schnitt für Landrat Wolfgang Spelthahn (Mitte) und die Geschäftsführer Christoph van Bebber (l.) und Heinz Schäfer (r.), ein großer Schritt für den Kreis Düren.

Ein winziger Schnitt für Landrat Wolfgang Spelthahn (Mitte) und die Geschäftsführer Christoph van Bebber (l.) und Heinz Schäfer (r.), ein großer Schritt für den Kreis Düren.

Ein kleiner Schnitt für Landrat Wolfgang Spelthahn, ein großer Schritt für den Kreis Düren: Die "Rurwelle" ist eröffnet. Nach Monaten der Um- und Erweiterungsarbeiten stürmten am Donnerstagnachmittag über 1000 Premieregäste ins neue Bad. Voran Kinder und Jugendliche, dann Familien und Senioren. Sie alle wollten die "Rurwelle" am eigenen Leib erleben. So verzichteten der Landrat und die Geschäftsführer Heinz Schäfer und Christoph van Bebber wohlweislich auf eine Ansprache, die angesichts der fast zehn Millionen Euro, die die Freizeitbad Kreuzau GmbH in das ehemalige Tropicbad investiert hat, sicher angebracht gewesen wäre. Der Star, zu dem sich an diesem Freudentag alles drängte, war die Rurwelle. Endlich rein ins Wasser, endlich den neuen Gastronomiebereich mit seinen fast 400 Plätzen und die nagelneue Saunalandschaft einmal selbst testen.

Das war den Gästen, die am Vorabend zur Vorpremiere eingeladen waren, nur teilweise vergönnt. Oder besser so gesagt: Von den zahlreichen Bürgermeistern, Abgeordneten und Vertretern aus dem Kreis Düren nahestehenden Institutionen hatte niemand Badehose oder Bademantel mitgebracht. Bad und Sauna wurden stattdessen bei Rundgängen ausgiebig inspiziert. Dafür zeigte die Küche keine „Trockenübungen“: Restaurantchef Thorsten Schikora und seine Mannschaft servierten reichlich Kostpröbchen ihrer Leistungsfähigkeit. "Ich bin stolz, dass wir heute Abend hier sind und die Wiedereröffnung der Rurwelle feiern können", begrüßte Landrat Wolfgang Spelthahn die Gästeschar von einer hohen Warte aus. Der Pfeiler im Wellenbecken, der früher das Holzdach gestützt hat, wurde, da nicht mehr benötigt, geköpft und zum luftigen Ausguck umfunktioniert. Der Landrat würdigte in seiner Ansprache alle, die zum guten Gelingen des Projektes ihren Anteil beigetragen hatten.

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Das Dach aus einer anderen Perspektive. Der "Ausguck" in Badmitte wird nicht für die Badegäste zugänglich sein. Von hier oben aus können DJs ihr Publikum "regieren".

Das Dach aus einer anderen Perspektive. Der "Ausguck" in Badmitte wird nicht für die Badegäste zugänglich sein. Von hier oben aus können DJs ihr Publikum "regieren".

Vom Ausguck über dem Wasser hieß auch Geschäftsführer van Bebber die zahlreichen Multiplikatoren willkommen. Kreuzaus Bürgermeister Walter Ramm beschrieb die "Rurwelle" als Magneten. "Es darf kein Hotel, keine Pension im Nationalpark Eifel mehr geben, das ihren Gästen, die drei, vier oder fünf Tage bleiben, nicht eine Eintrittskarte spendiert." Altbürgermeister Hans Zens, unter dessen Führung Anfang der 90er Jahre das einstige „Tropicbad“ gebaut worden war, ließ die Geschichte des Badens in Kreuzau Revue passieren. "Ich bin Ihnen dankbar, dass Sie sich des Bades angenommen und es zu dieser wunderbaren Rurwelle ausgebaut haben. Mit Saunalandschaft und Gastronomiebereich ist die Freizeitanlage endlich so, wie sie schon damals hätte sein müssen", würdigte Zens die Initiative von Landrat Wolfgang Spelthahn. Diese wirtschaftlich sinnvolle Abrundung sei damals finanziell nicht zu stemmen gewesen.

So dämmerte es langsam, Gelegenheit für die Rurwelle, sich in neuem Licht zu präsentieren. Am erwähnten Ausguck, der für Badegäste nicht zugänglich ist, sind acht 1000 Watt-Strahler befestigt. Ihr Licht wird von Spiegeln effektvoll im weiten Rund verteilt. So schimmerte die "Rurwelle" an diesem Abend in sanftem Meeresblau. "Das ist ein sehr interessantes Angebot für die Menschen in der Region", würdigte Jülichs Bürgermeister Heinrich Stommel die "Rurwelle". Konkurrenz zum renovierten Freibad und dem geplanten Schwimmleistungszentrum in seiner Stadt sah er nicht. "Die Schwerpunkte sind sehr verschieden, die Angebote ergänzen sich", wertete er die "Rurwelle" als Bereicherung für den Kreis Düren und die Region. Josef Kranz, Bürgermeister aus Kreuzaus Nachbarkommune Vettweiß, will die Saunalandschaft auf jeden Fall selbst testen. "Bislang habe ich nur im Urlaub sauniert. Aber bis zur Rurwelle ist es ja nur ein Katzensprung", freute er sich. Für die tolle Einrichtung gelte nun eines: "Viel, viel Werbung machen." Die über 1000 Gäste, die die "Rurwelle" am Donnerstag bei der Premiere erlebten, tun das sicher gerne.


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