Qualifizierungsmaßnahme

DKB bilden sechs Langzeitlose aus
Von Redaktion [06.09.2006, 16.44 Uhr]

Die Kooperation des Kreises Düren, der jobcom sowie der Dürener Kreisbahn zeigte schnell Erfolge. Innerhalb eines Planungszeitraumes von nur zwei Monaten wurde ein Projekt zur Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen initiiert. Insgesamt sechs Praktikanten sind seit Anfang September bei der Dürener Kreisbahn GmbH tätig und durchlaufen ein einjähriges Qualifizierungsprogramm mit dem Ziel, sich für eine Anstellung im sog. „ersten Arbeitsmarkt“ vorzubereiten.

Auf Initiative des Aufsichtsrates der Dürener Kreisbahn GmbH wurden diverse Ansätze diskutiert, wie man einen Beitrag zur mehr Beschäftigung im Kreis Düren leisten könne. Die Dürener Kreisbahn möchte sich aktiv einbringen und durch ein neues Projekt auch anderen Firmen im Kreisgebiet Anregungen für neue Qualifizierungsmöglichkeiten geben.

Landrat Wolfgang Spelthahn begrüßt die Initiative: “Das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit wiegt schwer. Leistungsfähige und arbeitswillige Personen haben auf dem heutigen Arbeitsmarkt nach längerer Arbeitslosigkeit nur geringe Chancen auf eine Anstellung. Die Qualifizierung ist daher ein wichtiger Schritt, die Teilnehmer in den Arbeitsmarkt zu reintegrieren. Mit diesem Projekt leistet die DKB einen wichtigen Beitrag dazu. Wir sind überzeugt von dem neuen Angebot, welches in Bezug auf die Ausbildungsintensität keines seinesgleichen findet. Parallelen existieren zu einem Projekt in Leipzig, über das die Presse bereits berichtete.“

Im Rahmen des Projektes werden zunächst sechs Langzeitarbeitslose für ein Jahr bei der Dürener Kreisbahn GmbH ausgebildet. Die Einsatzfelder liegen dabei im Bereich Service, Fahrgastinformation und Kontrolltätigkeit. Letztlich wird allen Teilnehmern die Möglichkeit zum Erwerb des Führerscheins D geboten (Fahrerlaubnis für Buslinienverkehr-Personale).

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Dabei durchlaufen die Teilnehmer ein 3-stufiges Qualifizierungsprogramm. In der ersten Phase geht es um allgemeine Serviceleistungen für Fahrgäste/ Kundenorientierung sowie um alle Produkte der Dürener Kreisbahn GmbH; in der zweiten Phase steht das Fahrschein- und Tarifwesen im Vordergrund und in der dritten und letzten Phase besteht die Möglichkeit zum Erwerb der Fahrerlaubnis für Linienbusse. Die Maßnahme schließt mit einem Praktikum im Fahrdienst ab. Damit kann der Bewerber im Bereich Tarifgestaltung und Streckenkunde Kenntnisse erwerben und zusätzlich umfangreiche Erfahrungen im Linienverkehr sammeln. Sofern die Teilnehmer noch nicht in Besitz einer Fahrerlaubnis sind, können Sie diese während der einjährigen Qualifizierung bei der DKB erwerben. Mit diesen fundierten, bei der Dürener Kreisbahn erworbenen Kenntnissen verbessern sich die Chancen deutlich, im ersten Arbeitsmarkt vermittelt zu werden.

Die jobcom hat nach groben Rahmenvorgaben eine erste Auswahl unter einer Vielzahl an Interessenten vorgeschlagen. Der Bewerberkreis war in Bezug auf Qualifikation, Staatsangehörigkeit und Alter weit gestreut. Die DKB führte Gespräche mit den Interessenten, um eine Auswahl zu treffen, die ganz bewußt die Diversifikation der Teilnehmer widerspiegelt.

Dipl.-Ing. Bernd Böhnke, Geschäftsführer der Dürener Kreisbahn GmbH ist stolz auf das Angebot: „Die Teilnehmer des Projektes werden intensiv auf zukünftige Aufgaben vorbereitet. Die Trainer sind langjährige und erfahrene Mitarbeiter der DKB mit großer Schulungserfahrung, da Sie gleichzeitig die hausinternen Fahrerschulungen durchführen. Stolz sind wir auch darauf, daß die Dürener Kreisbahn GmbH bundesweit Vorreiter für ein solches Projekt ist.“

Die Fahrgäste der Dürener Kreisbahn GmbH profitieren ebenso wie die Teilnehmer der Maßnahme. Der Service für die DKB-Fahrgäste wird durch die Tätigkeit der Praktikanten deutlich erhöht. So können diese z.B. helfen, den Service für mobilitätseingeschränkte Personen zu verbessern durch Hilfestellungen beim Einstieg. An zentralen Linienknotenpunkten kann die DKB das Angebot an persönlicher Fahrgastinformation erweitern, in dem die Praktikanten Auskunft geben über Umsteigebeziehung etc. Letztlich erhofft sich die DKB auch eine Verringerung des Vandalismusgeschehens durch die stärkere Präsenz von den Projektbeteiligten in den Bussen.“


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