Projekt setzt sich für mehr Lehr-Verträg ein

Das Ausbildungs“rad“ im Kreis Düren RÜM-drehen
Von Redaktion [20.08.2006, 13.20 Uhr]

Sie ziehen für Azubis an einem Strang (v.l.): Tanja Vogt (job-com), Ulrich van Alst (Perspektive), Dirk Krings (Schulamt), Landrat Wolfgang Spelthahn, Franz-Josef Hellwig (Schulamt), Schulamtsdirektor Josef Lemoine und Günter Kirschbaum (Sozialwerk).

Sie ziehen für Azubis an einem Strang (v.l.): Tanja Vogt (job-com), Ulrich van Alst (Perspektive), Dirk Krings (Schulamt), Landrat Wolfgang Spelthahn, Franz-Josef Hellwig (Schulamt), Schulamtsdirektor Josef Lemoine und Günter Kirschbaum (Sozialwerk).

Jugendliche klagen, dass sie keine Lehrstelle finden, in Betrieben schüttelt man den Kopf, weil Lehrstellenbewerber in Schulfächern nicht einmal mit Grundkenntnissen aufwarten können. Resultat: Der nahtlose Übergang von der Schule in den Beruf, der eigentlich die Regel sein sollte, gelingt immer seltener. Statt in jungen Jahren mit einer Ausbildung das Fundament fürs Erwachsenendasein zu legen, verlängern viele Jugendliche notgedrungen ihre Schullaufbahn, besuchen Berufsvorbereitungsmaßnahmen. Auf der Straße stehen sie so zwar nicht, glücklich sind damit aber die wenigsten.

Die Misere ist landauf, landab die gleiche, der Kreis Düren bleibt nicht verschont. Mit dem Projekt RÜM - Regionales Übergangsmanagement Schule-Beruf - steuert ein breit aufgestellter Trägerverbund im Kreis Düren jetzt dagegen.

Wie berichtet, fördert das Arbeitsministerium in Düsseldorf das zunächst auf anderthalb Jahre angelegte Projekt im Rahmen des Ausbildungskonsenses NRW mit 354 000 Euro. "Unser Ziel ist es, die Zahl der Vermittlungen in eine Lehrstelle um zehn Prozent zu erhöhen", legte Landrat Wolfgang Spelthahn die Latte bewusst hoch, als er und die Partner des Kreises Düren das Projekt jetzt der Presse vorstellten.

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Gewinner sollen zum einen Jugendliche in der Region sein, zum anderen die Gesellschaft als ganzes. "Wenn wir heute nicht gegensteuern, rauscht ein Riesenproblem auf uns zu", waren sich Ulrich van Alst, Geschäftsführer der "Perspektive - Gesellschaft für berufliche Bildung mbH" und Günter Kirschbaum, Geschäftsführer des Sozialwerks Dürener Christen, einig. Zum Problem ungelernter und damit für Arbeitslosigkeit anfälliger Menschen käme auf der anderen Seite ein beträchtlicher Facharbeitermangel. "Das wäre fatal", sagte Landrat Wolfgang Spelthahn und dankte Schulamtsdirektor Josef Lemoine ausdrücklich dafür, dass es ihm gelungen ist, die RÜM-Finanzierung so schnell zu sichern. Neben den beiden genannten Gesellschaften ziehen der Kreis Düren mit dem Schulamt und der job-com sowie die Vereinigten Industrieverbände (VIV) am gleichen Strang.

Trotz des ehrgeizigen Vermittlungsziels werde RÜM das Rad nicht neu erfinden, erläuterte Lemoine, sondern vor allem vorhandene Kräfte und Informationen bündeln und allen zugänglich machen. Koordinierung ist angesagt. "Es gibt viele hervorragende Aktivitäten an den Schulen, die die Lehrer kennen sollten, wenn sie eigene Strategien für den Übergang ihrer Schüler in die Berufswelt entwickeln", berichtete Kirschbaum. Betont wurde auch der Wert von Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen aus Handwerk und Industrie. Auch hier gebe es gute Beispiele etwa für Betriebspraktika, die zu studieren sich lohnt. Letztlich soll die Ausbildungsfähigkeit der Schüler gesteigert werden, indem die Schulen die Berufswahlorientierung in ihren Programmen zu einem zentralen Anliegen machen, das ab der Klasse 5 verfolgt wird - kontinuierlich und mit Strategie. RÜM wird sie dabei vielfältig unterstützen


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