NRW-Arbeitsminister Laumanns erfolgreiche Werbung

Platz für zwölf neue Azubis im Kreis Düren
Von Redaktion [19.08.2006, 12.47 Uhr]

Auf Bitten von Landrat Wolfgang Spelthahn (sitzend, Mitte) trug sich NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (sitzend, r.) ins Gästebuch des Kreises ein.

Auf Bitten von Landrat Wolfgang Spelthahn (sitzend, Mitte) trug sich NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (sitzend, r.) ins Gästebuch des Kreises ein.

"Die Landesregierung zollt ihnen Respekt und Anerkennung, weil sie zusätzliche Ausbildungsstellen geschaffen haben. Damit geben Sie weiteren jungen Leuten eine Chance, ins Berufsleben zu starten", würdigte NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann das Engagement der Unternehmer aus dem Kreis Düren, die seinem Lehrstellenappell nun umgehend Taten folgen lassen werden. Ein rundes Dutzend zusätzlicher Ausbil-dungsstellen hatte der Minister mit Unterstützung von Landrat Wolfgang Spelthahn bei seiner Lehrstellentour durch den Kreis Düren einsammeln können, weitere sind in Aussicht gestellt. Neben der Kreisverwaltung Düren, der Sparkasse Düren, der Dürener Kreisbahn sowie der Rurtalbahn übernehmen auch kleinere Firmen weitere Verantwortung für den Nachwuchs. So bietet Wolfgang Stümper von der Firma Imdahl im Gewerbegebiet Im Großen Tal in Düren gleich zwei neue Lehrstellen an: eine in der Werkstatt, eine im Büro. Bernd Ohlemeyer aus Merzenich bildet einen Elektriker, Manfred Krauts in der "Ewigen Lampe" in Nideggen einen Koch zusätzlich aus.

"Es kommt auf jede einzelne Lehrstelle an", waren sich der Landrat und der Minister in einem Fachgespräch mit Vertretern der Schulaufsicht, der job-com, des Arbeitsamtes sowie der Kammern einig, dass eine fundierte Ausbildung der beste Schutz gegen Arbeitslosigkeit ist. "80 Prozent aller jungen Langzeitarbeitslosen sind ungelernt", lautete eine der Zahlen, mit der Laumann die Situation auf dem Arbeitsmarkt beschrieb. Um Ausbildung in möglichst vielen Firmen möglich zu machen, gibt es vielfältige Unterstützung. "Ich möchte diese Instrumente bekannt machen", warb Laumann.

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So machte er bei seinem Besuch im Kreis Düren nicht zufällig in der Wohnanlage So-phienhof in Niederzier Station. 102 Mitarbeiter sind hier beschäftigt, darunter acht Auszu-bildende. Müzeyyen Külak wird seit April 2006 zur Bürokauffrau ausgebildet. Ihren Vertrag hat sie jedoch mit dem Verein BWS (Bilden, Wissen, Stärken) abgeschlossen, mit dem der Sophienhof kooperiert. Diese "Partnerschaftliche Ausbildung" wird vom Land NRW geför-dert. "Ich habe über ein Jahr lang nach einer Lehrstelle gesucht und hatte die Hoffnung fast aufgegeben", berichtete die junge Frau. "Jeder Jugendliche verdient zu Beginn seines Arbeitslebens eine faire Chance", unterstrich der Arbeitsminister die Kraftanstrengung der Landesregierung, die 2006 rund 85 Millionen Euro für den Bereich Ausbildung einsetzt.

Das Ziel, allen Jugendlichen ein Angebot zu unterbreiten, ist im Kreis Düren noch nicht erreicht. So standen den anfangs rund 1900 Lehrstellenbewerbern 1400 offene Stellen zur Verfügung, davon sind derzeit noch rund 270 unbesetzt. Zugleich sind 630 Jugendliche noch unversorgt.

Der Kreis Düren ist als Arbeitslosengeld II-Optionskommune unter anderem für 510 junge Menschen unter 25 Jahren zuständig. Etwa die Hälfte wurde in qualifizierende Maßnah-men vermittelt, über 100 in Lehrstellen. Für Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt chancenlos sind, soll es, so der Minister, einfache Arbeitsplätze geben, staatlich unter-stützt. "Ich bin leidenschaftlicher Anhänger des Kombilohnmodells. Wenn es in jedem Kreis 200 solcher Stellen gäbe, wäre uns sehr geholfen", schwebt Laumann eine Lösung für die weniger Leistungsfähigen vor. "Im Kreis Düren werden wir dieses Ziel erreichen", stimmte Landrat Wolfgang Spelthahn mit ihm darin überein, dass es besser ist, Arbeit zu finanzieren als Arbeitslosigkeit.


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