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In Hochform: Klettern in NRW
Von Redaktion [06.07.2006, 11.22 Uhr]

Klettern in den Bruchhauser Steinen ist ein steiles Vergnügen.

Klettern in den Bruchhauser Steinen ist ein steiles Vergnügen.

Spannung, Nervenkitzel und vor allem Spaß - beim Klettern geht es nicht nur um sportliche Betätigung. Hier sind vor allem Selbstvertrauen, Geschicklichkeit, Flexibilität und Risikobereitschaft gefragt. Nordrhein-Westfalen bietet Kletterern zahlreiche Möglichkeiten, in die Luft zu gehen, und spornt zu "Höchstleistungen“ an. NRW-Tournews hat sich durchs Land gehangelt und ein paar Tipps zusammengestellt: vom Klettern in der Höhle bis zum Naturseilgarten im Wald oder dem Abenteuerparcours am Hochofen.

In den Bergen klettern kann jeder. Im Ruhrgebiet hingegen bilden alte Industrieanlagen die faszinierende Kulisse für den Funsport. Im Landschaftspark Duisburg Nord etwa können Waghalsige am Hochofen den Bodenunter den Füßen verlieren. In der Gießhalle II führen dünne Stahlseile, wackelige Fässer und schwankende Planken hinauf in Schwindel erregende Höhen. Bei dem dreistündigen Gruppenangebot "Expedition Stahl" können die Teilnehmer Teamgeist beweisen. Einmal im Monat gibt es Termine für Einzelpersonen; Telefon 0201/384490, Internet: www.power-ruhrgebiet.de.

In der Nachbarstadt Oberhausen dagegen bietet der im Frühjahr eröffnete Naturhochseilgarten "Tree2Tree" mitten im Wald Kletterspaß: 60 Stationen mit künstlichen Hindernissen aus Holz, Seilen und Stahlkabeln sind hier mit zehn bis zwölf Metern Abstand zum Boden installiert. Für Kinder ab sechs Jahren steht ein eigener Parcours auf einer Höhe von ein bis zwei Metern zur Verfügung (Tel: 0208/4563554, www.tree2tree.de. Dazu hat die Tourist Information Oberhausen das Pauschalarrangement "Oberhausen aktiv" im Programm: Neben dem Eintritt in den Kletterpark sind hierbei für 93 Euro pro Person die Übernachtung im Doppelzimmer, ein Drei-Gänge-Menü sowie der Besuch des Gasometers enthalten (Tel: 0208/824570, www.oberhausen-tourismus.de.)

Auch der Wildwald Vosswinkel im Sauerland setzt auf naturnahes Klettern. Im Rahmen eines Kurses der Waldakademie lernen die Teilnehmer am 21. Oktober, wie man sicher auf Bäume steigt, sich richtig abseilt und welcher Knoten an welche Stelle gehört. Das fünfstündige Programm kostet 45 Euro inklusive Tageskarte für den Wildwald (Tel: 02932/97230, www.wildwald.de).

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Wer lieber bei völliger Dunkelheit und absoluter Stille an seine Grenzen gehen will, für den ist das zweieinhalbstündige Programm "Kluterthöhle XX-treme“ das Richtige: Es führt durch das weit verzweigte Gangsystem der Höhle und kann für Gruppen bis 15 Personen gebucht werden (Tel: 02333/98800, www.kluterthoehle.de). Klettern und Abseilen im Schmallenberger Sauerland - das bietet das Vier-Sterne Hotel "Knoche Rimberg“, das über einen eigenen Hochseilgarten verfügt. Zur Wahl stehen einzelne Abenteuertage oder eine ganze Woche voller Spaß und Action (Tel: 02974/7770, www.hotel-knoche-rimberg.de). Das Sauerland gibt übrigens bald auch die ersten Felsareale zum Sportklettern frei. Ab Juli sollen in der Ferienregion um Winterberg zwei Gebiete zur Verfügung stehen - die ersten im Rahmen der im Aufbau befindlichen „Kletter Arena Sauerland“ (Touristik-und Marketing GmbH Hallenberg, Tel: 02984/8203).

Szenenwechsel - vom Wald zur Wintersporthalle. Bis zum 15. Oktober können sich Kletterer an der Rückseite der Jever Skihalle in Neuss versuchen. Die 2003 von Reinhold Messner eröffnete Kletterwand ist die höchste künstliche Kletteranlage Europas und eine der modernsten weltweit. 4.200 bunte Griffe in allen Formen und Größen sowie die dem natürlichen Fels nachempfundene Struktur der Wand sorgen für ideale Klettermöglichkeiten auf rund 200 Routen. Die allrounder-Kletterschule hat dazu ein umfangreiches Kursangebot aufgestellt, so etwa Kinder- oder Familienkletterkurse (Tel: 02131/12440, www.allrounder.de).

Auch der ehemalige Treppenturm der Ringspinnerei in Gronau hat es in sich. Der 19 Meter Turm, der sowohl von innen bestiegen als auch von außen erklettert werden kann, bietet zwei Kletterwände mit den unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und herrliche Aussicht. Gruppen können hier ein Komplett-Paket buchen: Im Preis von 6 Euro pro Person ist der Besuch des ehemaligen Landesgartenschaugeländes, ein Begrüßungstrunk sowie eine ein- bis eineinhalbstündige Kletterpartie unter Anleitung enthalten (Tel: 02562/99006, www.gronau.de). Im Münsterland befindet sich übrigens auch der nach Aussage der Betreibers größte Hochseilgarten Nordrhein-Westfalens: Im Outdoorcenter NRW in Isselburg können Mutige auf zwei Ebenen in acht und zwölf Metern Höhe über Seile gehen oder an Baumstämmen klettern (Tel: 02874/9234, www.hochseilgarten-isselburg.de).

Kletterspaß bei Wind und Wetter gibt in der BRONX ROCK Kletterhalle in Wesseling bei Köln. Hier stehen 2.500 Quadratmeter Kletterfläche bis zu einer Höhe von 16,5 Metern zur Eroberung bereit. Eine Pauschale mit Aktivteil in der größten und modernsten Kletter- und Erlebnisanlage Deutschlands bietet der Rhein-Erft-Tourismus e.V. schon ab 89 Euro pro Person. Im Preis enthalten sind eine Übernachtung im Doppelzimmer, der Eintritt in die Kletterhalle, die Ausrüstung sowie ein dreistündiger Kurs. Familien zahlen einen Komplettpreis ab 156 Euro (Tel: 02234/95568-30, www.rhein-erft-tourismus.de).

Sportliches Abenteuer und Herausforderungen in der Natur finden Sportfreunde ab zehn Jahren auch seit Anfang Juni im “PaderKletterPark“ in der Region Teutoburger Wald. Besonderes Highlight ist eine etwa 70 Meter lange Seilrutsche über das Wasser, eine in Deutschland wohl einmalige Einrichtung (Tourist Information Paderborn, Tel: 05251/882980,
www.paderkletterpark.de).

Auch in den Jugendherbergen in NRW geht es hoch her: Zu einem "Felsklettercamp in der wilden Eifel" etwa lädt die Jugendherberge Nideggen ein; die Jugendherberge Hellenthal in der Eifel nutzt für das Programm "Zwischen Himmel und Erde" den hauseigenen Hochseilgarten (www.djh-rheinland.de). Und seit dem letzten Jahr verfügt die Jugendherberge Biggesee im Sauerland über eine Indoor-Kletteranlage mit Kletterwand und einer so genannten Burma-Brücke (Tel: 02331/9514-0, www.djh-wl.de). Schließlich bildet der mit einer Berglandschaft bemalte Kühlturm im Wunderland Kalkar eine ungewöhnliche Kulisse für Free-Climbing(Tel: 02824/9100, www.wunderland-kalkar.de). In Hamm bieten die "Wipfelstürmer" für Kinder "Kletterabenteuer im Elefantenwald“ sowie ein "Picknick im Baum" als ungewöhnliches Date an verschiedenen Orten an (Tel: 02381/25712, www.die-wipfelstuermer.de). Und last but not least hat die Interessengemeinschaft Klettern eine Übersicht über für Klettern freigegebene Felsen, Steinbrüche und Gebiete in NRW ins Netz gestellt (www.ig-klettern-nrw.de).


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