Bilanzsumme fast verdoppelt

GWS ist trotz Fehlbetrag konsolidiert
Von Redaktion [26.06.2006, 18.12 Uhr]

"Auf den ersten Blick erscheinen die 455.000 Euro als ein nicht unerheblicher Fehlbetrag, auf den zweiten zeigt sich, dass die Gellschaft für Wirtschafts- und Strukturförderung im Kreis Düren mbH (GWS) 2005 mit einer Summe in dieser Größenordnung einmalig in Vorleistung getreten ist, wovon sie schon in diesem Jahr deutlich profitieren wird", kommentierte der neutrale Wirtschaftsprüfer Dr. Guido Wollseiffen jetzt unmittelbar im An-schluss an eine GWS-Aufsichtsratssitzung den Jahresabschluss 2005 der Gesellschaft vor der Presse. Diesen Weg hatten Aufsichtsratsvorsitzender Landrat Wolfgang Spelthahn, sein Stellvertreter Hans-Jürgen Schüller sowie GWS-Geschäftsführer Michael Müller ge-wählt, um der Öffentlichkeit zeitnah die Fakten zu liefern und deren sachlich korrekte In-terpretation.

"Der Fehlbetrag ist weder überraschend noch besorgniserregend. Hier schlägt sich der Aufwand nieder, den die GWS 2005 im Zusammenhang mit dem Erwerb eines Immobi-lienpaketes hatte, der mit einem Darlehen über 48,5 Millionen Euro auf Basis des Schwei-zer Franken finanziert wurde", berichtete der Wirtschaftsexperte der Aachener Kanzlei Dr. Paffen, Schreiber & Partner vor den Medienvertretern. Im Zuge des Erwerbs von Arena Kreis Düren, Kreishauserweiterungsbau (Haus C) und weiteren Immobilien hatte die Ge-sellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Kreis Düren bestehende Kreditverträ-ge für andere Objekte abgelöst. Seitdem zahlt sie für ihre Darlehen nicht mehr bis zu fünf, sondern nur noch 1,77 Prozent Zinsen.

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"Um die Altkreditverträge vorzeitig beenden zu können, war 2005 eine Vorfälligkeitsent-schädigung von 280.000 Euro an die Bank zu zahlen", berichtete Wollseiffen. Ferner schlugen Beraterhonorare und Sachkosten zu Buche. Schon in diesem Jahr, so Wollseif-fen, werde die GWS in Form einer Zinsersparnis von der einmaligen Vorleistung im Jahr 2005 profitieren. Auf lange Sicht profitiert der Kreis Düren zusätzlich von dem Immobilien-erwerb, denn er zahlt die Miete für Arena und Haus C nicht mehr an einen Investor. Die Monatsraten fließen nun der GWS zu, an der neben dem Kreis auch die Stadt und die Sparkasse Düren beteiligt sind.

Die Finanzlage der GWS bezeichnete Wollseifen als unkritisch. Angesichts von 600.000 Euro liquider Mittel zum Stichtag Jahresende 2005 sei die Zahlungsfähigkeit der Gesell-schaft voll gegeben. Aufgrund des 2005 erworbenen Immobilienpakets habe sich die Bi-lanzsumme der GWS um 30 Millionen Euro erhöht und damit fast verdoppelt.

"Aus dem operativen Geschäft gab es 2005 kein Minus, es lief sogar besser als geplant. Der Turn-around geschafft, die GWS ist konsolidiert", freute sich Landrat Wolfgang Spelthahn über das positive Resultat. Der GWS-Aufsichtsrat hat Geschäftsführer Michael Müller dafür vertragsgemäß eine Prämie zuerkannt. Nach einstimmigem Beschluss erhält er für die Jahre 2004 und 2005 insgesamt 25000 Euro. "Das ist die Hälfte dessen, was laut Vertrag möglich gewesen wäre", so der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Spelthahn.


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