Perspektiven für die Landwirtschaft

Zukunftsinitiative Eifel hat viele Felder zu beackern
Von Redaktion [09.06.2006, 14.20 Uhr]

In Abenden fand die Auftaktveranstaltung für das "Handlungsfeld Landwirtschaft" der Zukunftsinitiative Eifel statt.

In Abenden fand die Auftaktveranstaltung für das "Handlungsfeld Landwirtschaft" der Zukunftsinitiative Eifel statt.

Die Erkenntnis ist nicht neu, aber immer noch gültig: "Es gibt nichts Beständigeres als den Wandel. Die Globalisierung macht auch künftig vor der Landwirtschaft nicht Halt. Wer wei-terhin von ihr leben will, muss Bewährtes bewahren und außerdem den Mut haben, Neues zu wagen", stellte Johannes Frizen, Präsident der Landwirtschaftskammer NRW, jetzt vor rund 60 Zuhörern in der Festhalle Nideggen-Abenden fest. Damit war das Thema der Auf-taktveranstaltung "Handlungsfeld Landwirtschaft" umrissen, zu der die "Zukunftsinitiative Eifel" eingeladen hatte. Die Landwirtschaft ist neben Tourismus, Holz- und Forstwirtschaft, Handwerk und Gewerbe sowie Technologie eines der Themenfelder, die die Zukunftsini-tiative künftig beackert. Dabei gilt es, Perspektiven für den gesamten Wirtschaftsraum Eifel zu entwickeln und den Strukturwandel zu gestalten.

Die Auftaktveranstaltung für das Handlungsfeld Landwirtschaft moderierte Kreis-Dezernent Hans-Martin Steins, da der Kreis Düren gemeinsam mit dem Kreis Bitburg-Prüm die Verantwortung für die Arbeit in diesem Bereich übernommen hat. In ihm vollzieht sich ein gravierender Wandel. In den zehn Jahren bis 2005, so berichtete Frizen, gaben im nordrhein-westfälischen Teil der Eifel 23 Prozent der Höfe die Produktion auf – das sind über 400 Betriebe. Ziel der Zukunftsinitiative ist es deshalb, nach neuen Einnahmequellen für die Landwirtschaft zu suchen, damit sie nicht zum "teuren Hobby" verkommt.

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Was Frizen grob mit "Neues wagen" beschrieben hatte, präzisierten die Referenten in drei Fachkomplexen. Die "regionale Dachmarke Eifel" ist ein Ansatz, kleinen und mittleren Be-trieben aus verschiedensten Branchen neue Marktpotenziale zu erschließen. Die Landwir-te aus dem Wirtschaftsraum Eifel könnten bei entsprechendem Marketing, so die Vision, über den identitätsstiftenden Flächenbezug "Eifel" neue Kundenkreise für ihre Produkte erschließen. Zweitens: Angesichts der stetig steigenden Kraftstoffpreise könnten regene-rative Energien zu einem stabilen Standbein für Landwirte werden – Stichwort Biogas. Die dritte Möglichkeit, zusätzliches Einkommen zu generieren, sieht die Zukunftsinitiative, in-dem Landwirte im Naturschutz mitarbeiten. "Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sind in der Kulturlandschaft nur in Kooperation mit der Landwirtschaft sinnvoll", hieß es.

Das alles sind erste Impulse, die die Zukunftsinitiative Eifel zum Auftakt ihrer inhaltlichen Arbeit gegeben hat. Sie weiter zu präzisieren ist nun die Aufgabe der Tagungsteilnehmer, die sich künftig in Workshops konkret mit den Perspektiven für die Landwirtschaft in der Eifel auseinandersetzen werden.


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