Kriminalität 2005: Weniger Delikte, höhere Aufklärungsquote

„Wohfühlqualität im Kreis Düren hat deutlich zugenommen“
Von Redaktion [11.03.2006, 15.09 Uhr]

Behördenleiter Landrat Wolfgang Spelthahn (Mitte) und Polizeidirektor Werner Eismar (r.) stellten der Presse die erfreuliche Kriminalitätsbilanz 2005 vor.

Behördenleiter Landrat Wolfgang Spelthahn (Mitte) und Polizeidirektor Werner Eismar (r.) stellten der Presse die erfreuliche Kriminalitätsbilanz 2005 vor.

Die Zahl der registrierten Straftaten ist deutlich gesunken, die Aufklärungsquote kräftig gestiegen: Es war eine rundum erfreuliche Jahresbilanz, die Landrat Wolfgang Spelthahn, Leiter der Kreispolizeibehörde, und Polizeidirektor Werner Eismar jetzt der Presse vorstellten. "Die Wohlfühlqualität hat 2005 im Kreis Düren deutlich zugenommen", stellte der Landrat fest und verwies auf den hohen Stellenwert, den die Bürger der inneren Sicherheit beimessen.

Da er das äußerst positive Ergebnis nicht für ein Zufallsprodukt hält, sprach er von einem "guten Fundament für die künftige Entwicklung". Viele Rädchen mussten ineinander greifen, damit der Kreis Düren so gut aufgestellt ist, dass er landesweit keinen Vergleich zu scheuen braucht. "Wir haben Anschluss an die Spitze in NRW gefunden. Das ist nicht zuletzt das Ergebnis der sehr guten Polizeiarbeit", strahlte der Landrat.

Die Zahl der registrierten Straftaten sank 2005 um 6,55 Prozent: von 20284 im Vorjahr um 1329 auf 18955. Zum Vergleich: Landesweit wurde ein Rückgang von lediglich 1,84 Prozent notiert. "Unsere Bilanz ist um 320 Prozent besser als der Landesschnitt", rechnete Spelthahn vor. Die Aufklärungsquote stieg von 50,48 Prozent im Jahr 2004 auf 54,98 Prozent. Auch hier übertrifft der Kreis Düren mit seinen 4,5 Prozentpunkten den Landesdurchschnitt (1,48 Prozentpunkte) klar.

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"Das Signal an alle Straftäter kann nur lauten: Meidet den Kreis Düren", freute sich Polizeidirektor Werner Eismar über das dicke Plus. Dem stimmte der Landrat zu: "Diese Aufklärungsrate ist die beste Abschreckung." Allerdings verhehlte er nicht, dass es weiteres Steigerungspotenzial gibt. "In Bayern beträgt diese Quote 66 Prozent. Das ist die Benchmark, die es zu übertreffen gilt."

Welches Schlaglicht Polizeidirektor Eismar auch aufblitzen ließ, die Kriminalitätsbilanz 2005 fällt rundum positiv aus. Während der Aachener Polizeipräsident jüngst von einer Spirale der Gewalt sprach, die man nicht habe stoppen können, ist im Kreis Düren die Trendwende geschafft. Nach 688 Gewaltverbrechen im Vorjahr, wurden 2005 nur 634 aktenkundig. Die Zahl der Raubdelikte sank von 188 auf 153. Die Straftaten, die in der Öffentlichkeit verübt wurden und damit das subjektive Sicherheitsempfinden der Menschen stark beeinträchtigen, nahmen ebenfalls ab. In diese Rubrik fallen auch Wohnungseinbrüche: Mit 475 Fällen im Kreis Düren wurde 2005 der mit Abstand niedrigste Wert der letzten zehn Jahre notiert.

Jugendliche Tatverdächtige - darunter fallen Acht- bis 21-Jährige - machen nach wie vor ein knappes Drittel aller Ermittelten aus. Konkret: 2189 Kinder oder Jugendliche begingen 3835 der knapp 19000 registrierten Straftaten. Unter ihnen waren 118 Mehrfachtäter, die allein für 1264 Delikte verantwortlich sind. Anders ausgedrückt: 3,4 Prozent der jungen Straftäter begingen im vergangenen Jahr 33 Prozent der von dieser Gruppe verübten Straftaten. Hier wird die Kreispolizeibehörde nun einen Schwerpunkt setzen. Gespräche mit der Staatsanwaltschaft Aachen und dem Amtsgericht in Düren wurden bereits geführt. Landrat Wolfgang Spelthahn: "Besonders bei diesen Tätern sind schnell eingeleitete und zügig abgeschlossene Strafverfahren angebracht, um potenzielle Täter abzuschrecken."


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