Naturgebiet erhalten

Kreis Düren will die Drover Heide pachten
Von Redaktion [23.01.2006, 14.37 Uhr]

Landrat Wolfgang Spelthahn (2.v.r.) sowie Oliver Krischer (r.) und Heidrun Düssel-Siebert von der Biologischen Station sind sich einig: Auf der Drover Heide werden Besucher nicht ausgesperrt - sie sollen sich wandernd selbst ein Bild machen.

Landrat Wolfgang Spelthahn (2.v.r.) sowie Oliver Krischer (r.) und Heidrun Düssel-Siebert von der Biologischen Station sind sich einig: Auf der Drover Heide werden Besucher nicht ausgesperrt - sie sollen sich wandernd selbst ein Bild machen.

Damit die Drover Heide Heide bleibt, setzt die Biologische Station im Kreis Düren auf tieri-sche Hilfe: In Kürze werden etwa ein Dutzend Schottische Hochlandrinder und mindestens doppelt so viele Thüringische Waldziege über den ehemaligen Truppenübungsplatz des belgischen Militärs ziehen. Drei Koppeln sind eingezäunt, 145 Hektar Fläche stehen den Tieren zur Verfügung. Ihr Auftrag: Kauend Gras, Büsche und Birken in Schacht halten, damit der typische Heidecharakter nicht verloren geht.

Vor Ort stellten Landrat Wolfgang Spelthahn, Oliver Krischer als Vorsitzender des Träger-vereins der Biostation, sowie deren Leiterin Heidrun Düssel-Siebert eines klar: Die von manchem kritisierte und einigen zerstörte Einzäunung ist nicht Werk übereifriger Natur-schützer, sondern Teil eines langwierig abgestimmten, einmütig verabschiedeten Planes. "Hier werden keine Menschen ausgesperrt. Wer über die Heide gewandert ist, wird feststellen, dass die Belange von Natur und Bürgern in einem guten Einklang stehen", wies der Landrat die Kritik an der Einzäunung zurück. Sie war zuletzt von Vandalen auf über einem halben Kilometer Länge eingerissen worden. Oliver Krischer wies darauf hin, dass das Verlassen der markierten Wege – es gibt ein Netz von rund 20 Kilometern – ohnehin illegal sei. Dagegen störe das grasende Vieh die bodenbrütenden Vögel nicht, weil es sich auf der großen Fläche verliere.

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Der Kreis Düren hat die Aufgabe der Pflege der Drover Heide übernommen und sie der Biostation übertragen. Schon bald könnte der Kreis Pächter des seltenen Naturraums auf Kreuzauer und Vettweißer Gemeindegebiet werden, das noch dem Bund gehört. Die 700 Hektar große, zur Hälfte bewaldete Fläche soll im Februar 2006 der NRW-Stiftung als Eigentum übertragen werden, die es dann dem Kreis Düren überlässt.

Im vergangenen Jahr wurden 220.000 Euro aus EU-Mitteln in das Besucherleitsystem investiert. Wegen der zeitraubenden Kampfmittelräumarbeiten konnten weitere 120.000 Euro nicht ausgegeben werden, mit denen unter anderem zwei Aussichtstürme hatten finanziert werden sollen.


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