Kreis-Jugendamt legt Bericht 2004 vor

Zahl der Heimkinder wächst im Kreis Düren
Von Redaktion [27.12.2005, 15.51 Uhr]


"Mit Herz und Ziel – beraten, unterstützen, helfen und schützen": Unter diesem Motto legt das Kreis-Jugendamt seinen Bericht für das Jahr 2004 vor. "Es war ein sehr ereignisrei-ches Jahr", stellt Landrat Wolfgang Spelthahn in seinem Vorwort fest und erinnert an den Umzug des Jugendamtes in den Verwaltungsanbau "Haus C" und den Wechsel an der Spitze: Nach langjähriger Leitung trat Gerhard Otte im Herbst 2004 in den Ruhestand, mit Gregor Dürbaum übernahm ein erfahrener Mitarbeiter aus dem Haus diese Verantwor-tung.

Wie in den Vorjahren legt das Kreis-Jugendamt nicht nur Jahreszahlen vor, sondern zeigt überdies Entwicklungen auf den verschiedensten Tätigkeitsfeldern auf. So wird beispiels-weise die sozialpädagogische Familienhilfe immer häufiger in Anspruch genommen. 2002 waren die Jugendamtsmitarbeiter und die von ihnen beauftragten freien Träger in 57 Fami-lien in den Kommunen des Kreises (außer Stadt Düren) tätig, in den 149 Kinder lebten, ein Jahr danach in 76 Familien mit 185 Kindern, 2004 schließlich in 86 Familien mit 198 Kin-dern. Entsprechend der Bedürfnislage in den Familien entwickelten sich die Kosten für diese Hilfeform von gut 690.000 auf fast 1,4 Millionen Euro.

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Deutlich gestiegen sind auch die Fallzahlen, Belegungstage und Kosten für die Heimun-terbringung von Kindern. Im Rahmen der Hilfen zur Erziehung waren 2004 115 Kinder in Einrichtungen und Heimen untergebracht, wofür etwa 5,17 Millionen Euro (2003: 4,37 Mio.) aufgewandt wurden. Auch die Arbeit der Jugendgerichtshilfe, die 14- bis 21-jährige Straffällige berät, verzeichnet deutlich steigende Fallzahlen. 2002 wurden 1175 junge Menschen betreut, 2004 waren es 1533. Fast konstant ist dagegen die Zahl der Pflegekin-der, die kreisweit um 150 schwankt. Die Zahl der Adoptionen sank von 19 (2002) auf zu-letzt 13 Kinder.

Der Verwaltungsbericht des Kreis-Jugendamtes bietet mit zahlreichen Tabellen und Schaubildern einen guten Überblick über ein arbeitsreiches Jahr. Die intensive Beanspru-chung der Mitarbeiter schlägt sich auch in den Gesamtkosten (ohne Personal) nieder: Wu rden 2002 noch 17,4 Millionen Euro aufgewandt, so waren es 2004 gut 20,3 Millionen Eu-ro. Die Hälfte dieser Haushaltsmittel floss in den Bereich der Kindertagesbetreuung.


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