Fachhochschule feiert die Jahrgangsbesten

Elite im Aachener Krönungssaal
Von Arne Schenk [25.11.2005, 20.23 Uhr]

Nicht alle der Preisträger 2005 der Fachhochschule Aachen konnten zur Verleihung der Ehrenplaketten anwesend sein.

Nicht alle der Preisträger 2005 der Fachhochschule Aachen konnten zur Verleihung der Ehrenplaketten anwesend sein.

„Wir feiern heute unsere Elite“, betonte Prof. Dr.-Ing Manfred Schulte-Zurhausen, Rektor der Fachhochschule Aachen, am Freitag, 18. November, im Krönungssaal des Aachener Rathauses. „Elite“ sei in den vergangenen Jahrzehnten ein Tabuwort gewesen, doch jetzt hätte es sich zu einem Schlüsselbegriff der Bildungsdebatte entwickelt.
Um international wettbewerbsfähig zu sein, sollten auch herausragende Leistungen von Studierenden angemessen gewürdigt werden. Deshalb ehrt die Fachhochschule Aachen alljährlich die fünf besten Prozent ihrer Absolventen. Die Kriterien liegen in den fachlichen Leistungen sowie einer Sprachkompetenz, sozialem Verhalten als Schlüsselqualifikationen sowie Erfahrungen in Ausland und Praxis.

Die Ehrenplakette 2005 erhielten so die 47 Jahrgangsbesten der Hochschule, darunter die Studierenden am Standort Jülich Sven Ansorge, Stephan Botta, Christina Feldmann, Christoph Graf, Heiko Himmler, Holger Hürtgen, Bernhard Lalla, Rut Metzger, Andreas Nobis, Stefan Pinnow, Daniel Schlegel, René Schmitz, Andrei Turtoi, Alexander Weiß sowie an den Standorten in Aachen Jana Balkwitz, Maik Bar, Josef Basic, Inca Beckmann, Patrick Bison, Johannes Bloecker, Kirsten Bruckmann, Sebastian Buzga, Kai Remco Fischer, Maik Gante, Jill Doris Grallert, Michael Hans, Markus Hansen, Julia Hoff, Bernd Horschmann, Anne Kabot, Oliver Kirchner, Claudia Kluth, Stefan Knab, Christian Kulas, Sven Eric Niederberghaus, Thomas Orth, Norbert Peters, Ralf Peters, Lars Ponten, Wanja Schekilinski, Jan Schermer, Christian Schürhuber, Katrin Stelzer, Elena Viceconte, Elga Wandke, Jens Wisser und Christian Wörsdörfer.

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Unterzeichung einer Kooperationsvereinbarung von Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden und Prof. Dr.-Ing Manfred Schulte-Zurhausen.-

Unterzeichung einer Kooperationsvereinbarung von Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden und Prof. Dr.-Ing Manfred Schulte-Zurhausen.-

Zudem verlieh der Prof. Schulte-Zurhausen Kim Hueh Teh aus Malaysia den Preise des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und Phuc Minh Hien Nguyen aus Vietnam den FH-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender. Den diesjährigen Lehrpreis der FH konnte Prof. Dr. Marcus Baumann vom Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften und Technik am Standort Jülich entgegen nehmen. Prof. Schulte-Zurhausen pries ihn als „engagierten Kollegen, bei dem Studenten viel lernten und dem das Lehren auch noch Spaß macht“. Sein erfolgreiches Rezept erläuterte Prof. Baumann folgendermaßen: „Die eigene Faszination für den Lehrstoff, die Begeisterung für das eigenen Fachgebiet, all das gilt es auf die Studierenden zu übertragen, um sie mitzureißen und für den Lernstoff zu fesseln.“

Doch häufig reichten Motivation und Spaß allein nicht auf, um „als lästig empfundene Fächer, die das Werk- und Rüstzeug darstellen um im Hauptstudium, wo es um die eigentlichen essentiellen Lehrinhalte geht, das nötige Verständnis aufzubringen, um gute Leistungen bringen zu können.“ Da bedürfe es schon einmal um „höherer Gewalt“ im Form eines gewissen Leistungsdrucks. Seine besonderer Fähigkeit läge darin, komplizierte Sachverhalte gut erklären zu können, „wenn ich denn mal was verstanden habe“.

In einem von den Studierenden selbst erstellten Film bestätigten diese Baumanns Eindruck: „Seine große Stärke ist es, Dingen auf dem Punkt zu bringen und anhand von Alltagsdingen zu erklären.“ Auch wurde sein Bemühen hervor gehoben, in der Vorlesung viel Wert auf ein ganzheitliches Verständnis zu legen und andere Fachbereich mit einfließen zu lassen, unter anderem Ethik.

Weiterhin besiegelten im Krönungssaal der Hochschulrektor und Aachens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden mit der Unterzeichung einer Kooperationsvereinbarung eine zukunftsweisende Zusammenarbeit von Stadt und Fachhochschule unter anderem zur Verbesserung der zum Nutzen der Unternehme in der Aachener Region sowie zu einem verstärkten Technologietransfer, wie Prof. Manfred Schulte-Zurhausen festhielt: „Aachen zieht Studenten und qualifizierte Wissenschaftler an, um zu lehren und zu forschen.“ Dadurch würde die Stadt von der FH profitieren, „auch wenn das durch den Strahlungseffekt unserer großen Schwester (der RWTH) nicht so wahrgenommen wird“. Es ginge um die Außenwirkung, „das Wissen miteinander auszutauschen und daraus Konsequenzen zu ziehen“, unterstrich Dr. Jürgen Linden. „Wir stehen in Wettbewerb nicht nur mit den USA oder anderen europäischen Staaten, sondern mit China und Indien.“ Das Ziel einer Wissenschaftsgesellschaft läge in den Innovationen, die unternommen werden müssten: „Innovativ zu sein heißt, sich anzustrengen.“


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