45. Närrischen Empfang des Kreises Düren

68 Gesellschaften schunkeln sich im Kreishaus warm
Von Josef Kreutzer [24.02.2017, 12.49 Uhr]

"De Spitzesportler witt et führe, zom fahrradfröndliche Kreis Düre": Farbenfroh wie die Prinzessinnen, Prinzen und Dreigestirne war auch das Bühnenbild beim 45. Närrischen Empfang des Kreises Düren in der Aula des Berufskollegs Kaufmännische Schulen. In den Blick kam das zweitwichtigste Ereignis dieses Jahres auf den hiesigen Straßen: Nach den Fastelovendszügen ist das die Tour de France.

Mit tüchtig Puste und kunstfertigen Fingern hatten die Bühnenbildner tolle Luftballonskulpturen geformt. Ein Rennrad, die Zieldurchfahrt und drei Fahrer auf dem Siegertreppchen kündeten von dem weltgrößten Sportereignis dieses Jahres, das am 2. Juli auch den Kreis Düren streift. Vor dieser Kulisse gaben sich die Tollitäten von 68 Gesellschaften aus dem Kreis Düren mit ihrem Gefolge ein Stelldichein und machten sich warm für den Endspurt.

Landrat Wolfgang Spelthahn, mottogerecht im gelben Trikot, überreichte RVD-Präsident Heribert Kaptain das närrische Zepter und schon spulten die Karnevalsjecken ihr mehr-stündiges Programm ab, musikalisch umrahmt von Gerd Funk. Die Jugend marschierte zuerst zur Ordensübergabe auf die Bühne. Moderator Wino Ulhas stellte die stolzen Nachwuchsherrscher einzeln vor, so ging es Schlag auf Schlag.


Klein, aber oho: Das Kindertanzpaar Maja Graßmann und Louis Tollhausen wirbelte auf der Bühne umher und erntete reichlich Applaus. Das Jugendtanzpaar Sarah Danowski und Nico Bonn ist schon mehrfacher Deutscher Meister und Stammgast bei dem wohl größten Treffen des närrischen Adels weit und breit. Dass es solche Spitzenkönner gibt, liegt auch an ehrenamtlich Engagierten wie Ilona Gasper von der KG Bedrövde Jecke Arnoldsweiler und Sandra Virnich von der KG Holzpoeze Jonge Düren. Beide sind seit Kindesbeinen im Karneval aktiv, betreuen und trainieren den Nachwuchs seit Jahrzehnten. Heribert Kaptain und Landrat Wolfgang Spelthahn würdigten die beiden unter Applaus für ihren vorbildlichen Einsatz.

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Jecksein ist keine Frage des Alters: Alle 68 Gesellschaften wurden von Landrat Wolfgang Spelthahn auf der Bühne gewürdigt.

Jecksein ist keine Frage des Alters: Alle 68 Gesellschaften wurden von Landrat Wolfgang Spelthahn auf der Bühne gewürdigt.

Als sich die erwachsenen Tollitäten zum obligatorischen Gruppenbild formierten, war die Bühne wiedermal zu klein. Minutenlang verharrten die prächtigen Narrenherrscher im Rampenlicht, bis das allerletzte Foto fürs Familienalbum und die Vereinschronik gemacht war. Auch musikalisch hat der närrische Kreis Düren Tolles zu bieten. Die "Ahl Höötchere" aus Eschweiler über Feld, die "Heartbreakers" aus Hürtgenwald, "Raderdoll" aus Kreuzau und die "Buure Band" boten vorwiegend Kölsche Tön zum Mitsingen, Schunkeln und Tanzen. Gemeinsam brachten sie die Narren in Hochstimmung kurz vor dem Spurt ins Sessionziel.

Spendensammlung für das Kinderheim St. Josef

Für die Gäste waren, dank Unterstützung der Sparkasse Düren, Speis und Trank frei. Stattdessen fütterten sie ein rotes Sparschwein, in dessen Bauch über 1100 Euro passten. Mit dieser Spende wird den Kindern des Dürener Kinderheims St. Josef ein Ausflug ins Bubenheimer Spieleland ermöglicht. Somit zählen auch sie zu den Gewinnern des fröhlichen Abends.


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