Naturwarte

Kreis Düren: Neue Wächter für Mutter Natur
Von Josef Kreutzer [13.01.2017, 17.57 Uhr]

Wohl weil es Mutter Natur heißt, sind jene, die im Kreis Düren schützend die Hand über sie halten, männlich. Mit einer Ausnahme. So überreichte Landrat Wolfgang Spelthahn jetzt – Lady first – das erste von 18 Naturschutzwart-Bestellungsschreiben an Magdalena Loevenich.

Die 58-Jährige ist bereits seit vier Jahren ehrenamtliche Mitarbeiterin des Umweltamtes des Kreises Düren und sieht seitdem im Bezirk "Düren – westlich der Rur" in Wald, Feld und Flur nach dem Rechten. Ein- bis zweimal pro Woche durchstreift die gelernte Bürokauffrau ihr Revier, das von Rölsdorf bis nach Merken reicht. Sie geht stets zu Fuß und nie ohne Dienstjacke und –ausweis. Für den Rückweg nutzt die Naturfreundin Bus und Bahn.
"Wenn ich zum Beispiel jemanden antreffe, der seinen Hund im Naturschutzgebiet nicht angeleint hat, dann spreche ich ihn an, kläre ihn auf und bitte ihn, sich ordnungsgemäß zu verhalten", erzählt sie. Sie ist stets mit offenen Augen unterwegs. Entdeckt sie etwas Auffälliges, zum Beispiel wilden Müll, kümmert sie sich darum.

Ob ein Fall Angelegenheit des Försters, des Servicebetriebs oder des Umweltamtes ist, weiß Magdalena Loevenich genauso gut wie ihre 17 männlichen Kollegen. Sie alle sind nun bis Ende 2020 für das Ehrenamt verpflichtet.

Werbung

Gruppenbild mit Dame: Landrat Wolfgang Spelthahn überreichte jetzt die Bestellungsschreiben an die ehrenamtlichen Naturschutzwarte des Kreises Düren. Unter den 18 Freiwilligen ist Magdalena Loevenich die einzige Frau.

Gruppenbild mit Dame: Landrat Wolfgang Spelthahn überreichte jetzt die Bestellungsschreiben an die ehrenamtlichen Naturschutzwarte des Kreises Düren. Unter den 18 Freiwilligen ist Magdalena Loevenich die einzige Frau.

"Sie erfüllen eine wichtige und nicht immer einfache Aufgabe, wenn Sie zum Beispiel Menschen auf ihr Fehlverhalten in der Natur ansprechen. Aber mit Ihrem Einsatz tragen sie entscheidend dazu bei, dass unsere schöne Natur geschützt ist und erhalten bleibt. Dafür danke ich Ihnen im Namen aller Menschen im Kreis Düren", würdigte Landrat Wolfgang Spelthahn die Freiwilligen.

Vor 36 Jahren war Johannes Müller einer der Männer der ersten Stunde. Von einer kurzen Auszeit abgesehen, hat er das Ehrenamt seitdem in der Gemeinde Merzenich inne. Als Neuzugänge komplettieren Marcel Karduck (Aldenhoven), Magdalena Loevenichs Bruder Norbert Loevenich (Inden) sowie Franz-Josef Frings (Langerwehe) die Riege der Naturschutzwarte.

Als Naturschutzwarte sind bis Ende des Jahres 2020 im Einsatz: Alfred Schulte (Düren, östlich der Rur), Magdalena Loevenich (Düren, westlich der Rur), Manfred Neulen (Jülich, westlich der Rur/nördlich der A 44), Robert Mohl (Jülich, östlich der Rur/südlich der A 44), Adolf Schleibach (Heimbach – ohne Nationalparkflächen), Karl-Heinz Johnen (Linnich), Andreas Becker (Nideggen, östlich der Rur), Hans Gert Müller (Nideggen, westlich der Rur), Marcel Karduck (Aldenhoven), Dr. Rainer Wiertz (Hürtgenwald), Norbert Loevenich (Inden), Reinhold Hierse (Kreuzau), Franz-Josef Frings (Langerwehe), Johannes Müller (Merzenich), Michael Rau (Niederzier), Friedrich Rey (Nörvenich), Michael Leifeld (Titz), Josef Wirtz (Vettweiß).


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Selbst-Vermarktung
Vielseitig, wandelbar und mutig, das sind Adjektive, die gut zu Ute Werner passen. Die 55-jährige ist vor zehn Jahren nach Jülich gekommen, übernahm das Traditions-Strumpf-Geschäft am Markt und ist heute Vorsitzende der Werbegemeinschaft Jülich. Geplant war nichts davon. Es hat sich mehr „gefügt“.  [08.03.2017, 08.51 Uhr]  >>

Stadtteile

Barmen: Malwunsch frei für 1+ in Latein
Malen und zeichnen sind ihre große Leidenschaft und sie ist Lehrerin. Klar, dass sie Kunst unterrichtet oder? „Nein, ganz sicher nicht“, lachend wehrt Jenny Dolfen diese Idee ab. „Ich habe mich ganz bewusst dagegen entschieden“, erläutert die Pädagogin. Englisch und Latein unterrichtet sie am Gymnasium Haus Overbach, ihrer großen Leidenschaft, der Kunst, frönt sie als freiberufliche Illustratorin. [08.03.2017, 08.24 Uhr]  >>
Jülicher Forscherin geht in die Computer-Tiefe
Im Reich der Supercomputer tummelt sich die Dr. Estela Suarez, Wissenschaftlerin am Jülicher Forschungszentrum. Gegenwärtig arbeitet sie an dem Projekt DEEP (Dynamical Exascale Entry Platform), dessen Ziel es ist, eine neue Art von Supercomputern zu entwickeln: „Die nächste Generation unserer Höchstleistungsrechner, die viel schneller und energieeffizienter sein müssen, als die heutigen.“ [08.03.2017, 07.45 Uhr]  >>

Vereine

"Pussyhats" als sichtbares Zeichen [08.03.2017, 08.07 Uhr]  >>
Ausnahmezustand ist Normalzustand [08.03.2017, 07.00 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung