Aus der Wirtschaft

Niederzierer Unternehmer steuert Arbeitslosigkeit entgegen
Von Josef Kreutzer [13.07.2016, 18.57 Uhr]

"Die Arbeit soll Spaß machen", sagt der Chef. "Wir gehen partnerschaftlich miteinander um, mit unseren Mitarbeitern ebenso wie mit unseren Kunden. Wir schließen auch noch Verträge per Handschlag." Holger Koch, 44, ist Geschäftsführer der Polyfoam Kautschuk GmbH im Niederzierer Gewerbegebiet Rurbenden und trägt das gleiche blaue Polohemd wie seine Mitarbeiter.

Als Polyfoam vor fünf Jahren von Stolberg in den Kreis Düren übergesiedelt ist, beschäftigte das Unternehmen 27 Mitarbeiter. Heute sind es bereits 80. Darunter sind zehn Kräfte, die die job-com vermittelt hat. Vorbehalte gegenüber arbeitslosen Menschen hat Holger Koch nämlich nicht. So fand Anfang des Jahres ein Bewerbertag in den Räumen der job-com statt. Margret Wolff vom Arbeitgeber-Serviceteam der job-com hatte eine Vorauswahl getroffen und Arbeitsuchende nach Abstimmung mit Polyfoam zu Bewerbungsgesprächen ins Jobcenter eingeladen. Das hat sich gelohnt. Nach einem Probearbeitstag wurden die ersten sechs eingestellt.

Doch Polyfoam wächst weiter. "Wir wollen dieses Jahr noch 20 Mitarbeiter einstellen", berichtete Holger Koch Landrat Wolfgang Spelthahn bei der Werksbesichtigung. Deshalb bleibt er weiter mit der job-com in Kontakt. Maschinen- und Anlageführer werden gesucht, Lagermitarbeiter, Bürokräfte und Kaufleute. "Bei uns geht es familiär zu. Wer neu hinzukommt, hat genügend Zeit, sich einzuleben und zurechtzufinden."

Werbung

Landrat Wolfgang Spelthahn (r.) sowie von der job-com Martina Forkel (l.) und Margret Wolff  besuchten die Firma Polyfoam Kautschuk in Niederzier, um deren Geschäftsführer Holger Koch (3.v.l) zu danken.

Landrat Wolfgang Spelthahn (r.) sowie von der job-com Martina Forkel (l.) und Margret Wolff besuchten die Firma Polyfoam Kautschuk in Niederzier, um deren Geschäftsführer Holger Koch (3.v.l) zu danken.

Dieter Koch hatte das Unternehmen 1984 mit einem Partner gegründet, seit 2005 trägt sein Sohn die Verantwortung. Polyfoam ist auf die Bearbeitung von zelligen Werkstoffen spezialisiert. Auf dem Gelände lagern Lkw-weise Rohblöcke in vielen Farben. Diese Halbzeuge verarbeitet Polyfoam zu tausenderlei Dingen.

Zu Dichtungen für die Auto- und Elektroindustrie, zu Vibrations- und Isolationsschutz, zu Freizeit- und medizintechnischen Artikeln und dank Versandhandelsboom zunehmend auch zu Verpackungen. Alles wird individuell geschnitten, gestanzt, gefräst oder gelasert. "Ob die Stellage zur Bananenpräsentation im Einzelhandel, ob das Innenleben eines Werkzeugkastens oder die Transportbox für hochwertige Objektive, alles wird auf Kundenwunsch produziert", berichtete Holger Koch von Kleinserien und Massengeschäften. Kunden in aller Welt schätzen die gute Qualität sowie die hohe Flexibilität und Zuverlässigkeit der Polyfoam-Mitarbeiter und sind dem Unternehmen treu.

Firmen, die neue Mitarbeiter suchen, erreichen den Arbeitgeber-Service der job-com unter der Rufnummer 02421/22-17311 oder per E-Mail an Margret Wolff (m.wolff@kreis-dueren.de).


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Stadtteile

Kita „Die kleinen Strolche“: Jubiläumsfeier eine Woche lang
„Was wollen wir trinken sieben Tage lang?“, heißt ein ziemlich bekanntes Fest- und Feierlied. Da so ein 50-jähriges Jubiläum bei der Kita „Die kleinen Strolche“ in erster Linie ein Fest für die Kinder ist, hat sich das Team der Einrichtung überlegt, mit den Kindern, die sie im Moment besuchen, kräftig und sieben Tage lang zu feiern. Es geht los mit dem Dasda Theater, das am Donnerstag, 27. April, das Stück Petterson und Findus im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Düsseldorfer Straße 30, für die Kita-Kinder aufführen wird.  [26.04.2017, 13.58 Uhr]  >>
Im Heckfeld Geschmack am Glauben finden
Einen Ruhepol im Alltag finden. Innehalten, dem eigenen Getriebensein im Leben regelmäßig einen Ort des Atemholens zu geben, dazu dienen Exerzitien im Alltag. Seit fast 20 Jahren wird in St. Rochus Jülich diese Tradition in der Fastenzeit gepflegt. [09.04.2017, 14.12 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung