25 Jahre Ludwig Forum Aachen

Von Aachen in 86 Tagen um die Welt
Von Redaktion [26.06.2016, 07.53 Uhr]

25 Jahre Ludwig Forum Aachen: Anlässlich des Geburtstags versammelt die Ausstellung „In 86 Tagen um die Welt“ Kunstwerke aus Ländern rund um den Globus. Bedeutende Signalwerke der Pop Art, des Hyperrealismus, der Graffitiszene sowie spannende Arbeiten von Künstlern aus Afrika, Europa, den USA, Lateinamerika und Asien repräsentieren das international gefächerte Panorama der Kunst, für das der Name „Ludwig Forum“ steht.

Einzelne Exponate rufen Erinnerungen an umfassende Großprojekte früherer Jahre zur Kunst aus Afrika, Kuba und China wach. Diese Ausstellungsprojekte waren pionierhafte Beiträge zur Wertschätzung fremder Kulturen. Sie zeugen von der Programmatik des Ludwig Forum, die treibenden Kräfte einer weltumspannenden künstlerischen Kreativität vorzustellen und bekannt zu machen. Andere Arbeiten wie etwa der „Übergang“ von A. R. Penck, der „Jahrhundertschritt“ von Wolfgang Mattheuer, „Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang“ von Eric Bulatov und „Mehrere Glasnosts“ von Dimitrij Prigov stehen für die programmatischen Gegenüberstellungen von Ost- und Westkunst, die das Haus vor dem Hintergrund des Zusammenbruchs der jahrzehntelang bestehenden Ost-West- Konfrontation Europas immer wieder inszenierte. Ausstellungsplakate und digitale Fotos sowie ein Zeitstrahl auf der langen Wand vor dem Lichtturm, der sämtliche Ausstellungen seit 1991 aufführt, komplettieren die Ausstellung.

Die Geschichte des Ludwig Forum beginnt eigentlich nicht erst vor 25 Jahren. Seiner feierlichen Eröffnung im Sommer 1991 ging ein spannungsgeladener Entwicklungsprozess voraus. Bereits 1969 hatte der Sammler Peter Ludwig öffentlich geäußert, dass Aachen einen neuen Museumsbau brauche, um die Kunstschätze der Stadt angemessen zu präsentieren. Ludwigs Rede vor dem Museumsverein entfachte eine Diskussion, die letztlich zwei Jahrzehnte lang die Kulturszene, die Lokalpolitik und die Öffentlichkeit Aachens beschäftigte.

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Zum 25. Geburtstag des Ludwig Forum beleuchtet das Forschungsprojekt Plattform Aachen die ereignisreiche Gründungsphase des Museums. Zeitungsartikel illustrieren das zähe Ringen, in dem sich die Lokalpolitik erst für einen Museumsneubau an der Monheimsallee entschied, um letztlich auf den Umbau der Schirmfabrik Emil Bauer und Co. an der Jülicher Straße umzuschwenken. Selten gezeigte Architekturpläne, Skizzen und Fotos dokumentieren sowohl den nie realisierten Neubau als auch die spektakulären Umbauarbeiten am heutigen Haus, für den Teile des historischen Fabrikgebäudes vollkommen entkernt wurden.

Unter dem Titel „Die neue Art Museum“ betrat das Ludwig Forum als Weltkunst-Zentrum mit innovativem Konzept und multidisziplinärem Programm Neuland und wurde Schauplatz der Begegnung und Bewegung, der Diskussion, der aktiven Auseinandersetzung mit Musik, Tanz, Dichtung und Film. Zeitgenössische Fernsehbeiträge in der Ausstellung lassen die gespannte Atmosphäre und Neugier erahnen, die in der Stadt herrschte, als das Haus mit einer Festwoche endlich eröffnet wurde.

Es ist die dritte Ausstellung, in der das Forschungsprojekt Plattform Aachen am Ludwig Forum Ergebnisse seiner jetzt zweieinhalbjährigen Forschungsarbeit zur Geschichte der Avantgardekunst in Aachen vorstellt und Einblicke in sein umfangreiches Archiv von mehr als 100.000 Originaldokumenten präsentiert.

Die Ausstellungen "In 86 Tagen um die Welt. Highlights der Sammlung Ludwig" und "Plattform Aachen. Das Ludwig Forum: Idee, Planung, Realisierung" werden vom 2. Juli bis 25. September gezeigt und feiern ab 1. Juli, 19 Uhr Eröffnung.


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