Vortrag von Dietrich Schulze-Marmeling

Rödingen: Juden im deutschen Fußball
Von Redaktion [06.06.2016, 12.27 Uhr]

Ab 1933 verabschiedeten die bedeutendsten Fußballvereine Süddeutschlands eine Erklärung, in der sie dem nationalsozialistischen Regime ihre Mitarbeit anbieten. Das betraf “insbesondere die Entfernung der Juden aus den Sportvereinen“. Veröffentlicht wurde die Erklärung auf der Titelseite des „Kicker“, in dessen Kopfzeile als Herausgeber noch der Jude Walther Bensemann steht – der Mann, der den Fußball nach Deutschland brachte.

Diesem Thema widmet sich anlässlich der Europameisterschaft ein Vortrag von Dietrich Schulze-Marmeling, einer der profiliertesten deutschen Fußball-Autoren, am Sonntag, 12. Juni, im LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen, Mühlenend 1.

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In den folgenden Jahren schreibt man die Juden wie zum Beispiel Kurt Landauer, Präsident des FC Bayern München, aus der Geschichte des deutschen Fußballs heraus oder drängt sie an den Rand; richtig in Vergessenheit gerät ihr Beitrag in den 1950er Jahren. Erst ein gutes halbes Jahrhundert nach dem Zweiten Weltkrieg beginnt man sich wieder der Juden im deutschen Fußball zu erinnern.

Hinweis für alle Fußball-EM-Fans, die den Vortrag besuchen möchten: Das Spiel Deutschland – Ukraine, das an diesem Tag stattfindet, beginnt erst um 21 Uhr.


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