Neue Rettungswache in Heimbach bezogen
Von Redaktion [23.05.2016, 20.33 Uhr]

Geplante Bauzeit eingehalten, kalkulierte Baukosten von 750.000 Euro sogar leicht unterschritten: Bei der feierlichen Einweihung der neuen Rettungswache Heimbach unmittelbar neben dem neuen Feuerwehrgerätehaus an der Hasenfelder Straße des Zentralorts waren das zwei erfreuliche Nachrichten. In dem Gebäude ist nun ein Rettungswagen der Rettungsdienst Kreis Düren AöR (RDKD) stationiert, der rund um die Uhr besetzt ist. Insgesamt zehn RDKD-Mitarbeiter stellen sicher, dass das Fahrzeug das ganze Jahr über allzeit abfahrtbereit ist.

Seit Anfang Mai 2015 waren die Rettungskräfte vorübergehend im Nebengebäude untergebracht. Zunächst waren sie nur tagsüber im Dienst, seit November 2015 dann rund um die Uhr. Nun folgte mit dem Bezug des eigenen Domizils der letzte Schritt.

"Im Notfall ist erste Hilfe heute deutlich schneller zur Stelle als in der vorgegebenen Rettungsfrist von zwölf Minuten", unterstrich Landrat Wolfgang Spelthahn die entscheidende Nachricht für die Menschen im südlichen Kreisgebiet, Einwohner wie Touristen gleichermaßen. Möglich gemacht hat das der neue Rettungsdienstbedarfsplan von 2014. Im Einvernehmen mit den Krankenkassen, die das Rettungswesen finanzieren, und mit Zustimmung der Kreispolitik wurde das gesamte Rettungsnetz im Kreisgebiet deutlich enger geknüpft.

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Die Rettungskräfte Thomas Wagner und Jennifer Dederichs freuen sich mit Landrat Wolfgang Spelthahn (v.l.), die RDKD-Vorstände Peter Kaptain und Ralf Butz sowie Heimbachs Bürgermeister Peter Cremer, dass die Heimbacher Rettungswache fertiggestellt ist

Die Rettungskräfte Thomas Wagner und Jennifer Dederichs freuen sich mit Landrat Wolfgang Spelthahn (v.l.), die RDKD-Vorstände Peter Kaptain und Ralf Butz sowie Heimbachs Bürgermeister Peter Cremer, dass die Heimbacher Rettungswache fertiggestellt ist

"Mit vier neuen Wachestandorten, mehr Personal und zusätzlichen Rettungsfahrzeugen haben wir die Nachteile des ländlichen Raumes gegenüber den Ballungsräumen größtenteils kompensiert", betonte Landrat Wolfgang Spelthahn. In städtischen Bereichen muss das erste Rettungsmittel in aller Regel bereits acht Minuten nach der Alarmierung eintreffen, im ländlichen Raum liegt die Frist wegen der weiteren Wege bei zwölf Minuten.

Gebaut hat die RDKD die Heimbacher Rettungswache in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Infrastrukturvermögen Kreis Düren mbH (GIS). Die Stadt Heimbach hat ihr das Grundstück verkauft, das ortsansässige Architekturbüro von Peter Holdenried die Baupläne erstellt. Insgesamt 20 Firmen, darunter 13 aus dem Kreis Düren und weitere sechs aus den Nachbarkreisen und der Städteregion, haben zum Gelingen des Projekts beigetragen, so dass die Wertschöpfung in der Region verblieb. Trotz des nassen Winterwetters war die Wache nach sieben Monaten komplett fertiggestellt. "Das war eine rundum tolle Gemeinschaftsleistung", lautete das Fazit von Landrat Wolfgang Spelthahn.

Bevor er mit RDKD-Vorstandsprecher und GIS-Geschäftsführer Peter Kaptain zur Feier des Tages den Kuchen anschnitt, um Heimbachs Bürgermeister Peter Cremer das erste Stück anzubieten, sorgten Notfallseelsorger Volker von Eckhardstein und Feuerwehrpriester Christian Blumenthal für den himmlischen Segen.


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