Ausstellung

Nideggen: Filz als Broterwerb und Botschaft
Von Redaktion [25.05.2016, 07.56 Uhr]

Während das Filzhandwerk im Mittelalter den Lebensstandard sicherte, stehen heute in der Filzkunst Ästhetik und Botschaft von Objekten im Vordergrund. „Wichtig ist aber, dass die Künstler über die Techniken der Filzhandwerker verfügen“, weiß Bruno Bujack, Filzforscher und führender Kopf der Entwicklung des deutschen Filzhandwerks hin zur Filzkunst seit den 1970er Jahren.

In der Ausstellung "Alles Filz oder was?" im Nideggener Burgenmuseum zeigen 30 Künstler ab Sonntag, 29. Mai, wie vielfältig Filz genutzt werden kann, um Themen wie Natur, Klimawandel oder Vorurteile und Toleranz Gestalt zu geben.

Berührend sind die Filzwerke von Sandra Struck-Germann. Sie arbeitet seit Jahren mit an Demenz erkrankten Menschen und hat mit ihrem Ausstellungsthema „Ein Stück Erinnerung – gegen das Vergessen“ beeindruckende zweimal zwei Meter große Porträts gefilzt.

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Käthe Rolfink, Museumsleiterin Luzia Schlösser und Landrat Wolfgang Spelthahn laden zur Ausstellungseröffnung ins Burgenmuseum Nideggen ein.

Käthe Rolfink, Museumsleiterin Luzia Schlösser und Landrat Wolfgang Spelthahn laden zur Ausstellungseröffnung ins Burgenmuseum Nideggen ein.

Aus dem historischen Filz-Land Kirgistan sowie aus der Türkei und Usbekistan werden historische Filzwerke wie der Derwisch-Hut und kostbare Wandbehänge und Sitzauflagen ausgestellt.

Das Begleitprogramm für Familien startet am Eröffnungssonntag um 13 Uhr. In mehreren Workshops kann die Technik des Filzens ausprobiert werden. Musikalisch wird die Vernissage von Gertrud Endrödy auf der Harfe und der Flötistin Kiyomy Krüger gestaltet.
Die Ausstellung ist bis zum Jahresende zu sehen. Weitere Infos gibt es im Burgenmuseum Nideggen unter Telefon 02427/6340 oder per E-Mail an burgenmuseum@kreis-dueren.de.

Eröffnet wird die Ausstellung um 11 Uhr mit Landrat Wolfgang Spelthahn, Museumsleiterin Luzia Schlösser und Käthe Rolfink, Vorsitzende des Kreiskulturausschusses.


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