Datenbank hilft beim Erhalt der Kreisstraßen
Von Redaktion [13.04.2016, 07.28 Uhr]

Ein erheblicher Teil des Kreisvermögens steckt in den Straßen. Um das 209 Kilometer lange Netz dauerhaft zu erhalten, müssen die Straßen regelmäßig gewartet werden, denn Witterung und Beanspruchung nagen an der Substanz. Damit die begrenzten Mittel noch effektiver eingesetzt werden können, hat das Amt für Kreisentwicklung- und –straßen das komplette Netz nach einem anerkannten standardisierten Messverfahren auf Schäden, Unebenheiten in Längs- und Querrichtung sowie auf die Griffigkeit des Belags untersucht. Der Istzustand der Kreisstraßen ist nun in einer digitalen Datenbank detailliert erfasst.

Das erfreuliche Ergebnis: Auf der genormten Zustandsskala von 1 (sehr gut) bis 5 (sehr schlecht) erreichen die Kreisstraßen einen Durchschnittswert von 2,62. Damit liegen sie in ihrer Gesamtheit voll im "grünen Bereich". Auf freier Strecke ist ihr derzeitiger Zustand zu 70 Prozent gut oder sehr gut, innerorts trifft das auf 40 Prozent der Straßenkilometer zu.

Es gibt also auch Handlungsbedarf. "Die neue Datenbank erlaubt es uns, unser gesamtes Straßennetz in über 4000 Einzelabschnitten objektiv zu beurteilen und zu vergleichen. Damit sind wir in der Lage, Instandsetzungsbedarf frühzeitig zu erkennen und entsprechende Prioritäten zu setzen. Wenn wir diese Baustellen rechtzeitig angehen, ersparen wir uns später Erneuerungsmaßnahmen, die weitaus aufwändiger und teurer wären", freut sich Landrat Wolfgang Spelthahn über das neue Instrument.

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Es entfaltet seinen Langfristnutzen, wenn die Datenbank kontinuierlich gepflegt wird. Dazu gehört auch eine turnusmäßige Komplettbegutachtung aller Straßen. "Das ist gut investierte Zeit", weiß Silke Stach-Reinartz, Leiterin des Sachgebietes Kreisstraßen, "denn bei der alltäglichen Arbeit können wir ab sofort alle Informationen über unsere Straßen, Brücken, über Bäume, Kanäle, Reparatur- und Pflegemaßnahmen und vieles mehr gezielt aus dem Datenbestand herausfiltern, ohne Akten zu wälzen."

Wenn das Wetter mitspielt, wird die Straßenbausaison nun eröffnet. Laufende Erhaltungsmaßnahmen finden dann an den Kreisstraßen 23 (freie Strecke Weisweiler – Heistern und Ortsdurchfahrt Heistern), K 35 (freie Strecke Echtz - Rampe Autobahnbrücke A 4) und K 44 (L 327 – Ortsdurchfahrt Rommelsheim) statt. Zudem steht die K 35 (Ortsdurchfahrt Inden und Lucherberg zwischen dem Kreisverkehr und der L 12) auf der Liste. Weitere Erhaltungsmaßnahmen sind 2016 hier geplant: K 28 in der Gemeinde Kreuzau und Vettweiß (Teilabschnitt der freien Strecke L 249 Kreisverkehr – B 56), K 32 (Ortsausgang Üdingen Richtung Leversbach), K 32 Teilabschnitte der Ortsdurchfahrten Rath und Leversbach) K 35 (freie Strecke Mariaweiler – Echtz) und K 46 (Ortsdurchfahrt Leversbach).

Auf der Liste des Erneuerungs- und Ausbauprogramms stehen: K 18 (Ortsdurchfahrt Kofferen und freie Strecke zwischen Kofferen und Kreisgrenze), K 29 (freie Strecke K 27 und Horm), K 29 (Rurbrücke Schneidhausen – K 27), K 35n (Ortsumgehung Merken zwischen der K 42 und der B 56), K 36 (freie Strecke Simonskall – L 160) und K 45 (Ortsdurchfahrt Merode und freie Strecke bis B 264). Diese Straßenabschnitte bedürfen einer vollständigen Wiederherstellung; die Bauarbeiten sollen in den nächsten drei Jahren umgesetzt werden.

Der Bericht ist auf der Internetseite des Kreises Düren unter der Rubrik Service/Publikationen eingestellt.


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