Statistik von Job-Com und Agentur für Arbeit

Kreis Düren: Flüchtlinge kommen in Arbeitslosenstatistik an
Von Redaktion [01.03.2016, 13.01 Uhr]

Die Zahl der arbeitslosen Hartz IV-Empfänger ist im Februar 2016 im Kreis Düren leicht angestiegen. 7463 Menschen waren ohne Beschäftigung. Damit waren bei der job-com 74 Personen (1,0 Prozent) mehr als im Januar arbeitslos gemeldet. Verglichen mit dem Vorjahresmonat ist allerdings ein Rückgang um 301 Personen (- 3,9 Prozent) zu verzeichnen.

"Die Arbeitslosigkeit ist im Zuständigkeitsbereich der job-com seit Jahresbeginn angestiegen. Neben dem saisonal bedingten Plus ist für diese Entwicklung die steigende Zahl von Flüchtlingen ursächlich. Nach einem positiven Anerkennungsverfahren wechseln sie in die Zuständigkeit der job-com und werden damit neu als Arbeitslose in der Statistik geführt", erläutert Landrat Wolfgang Spalthahn die aktuelle Entwicklung.

"Der job-com kommt eine Schlüsselrolle bei der Integration der Flüchtlinge im Kreis Düren zu. Auf diese neue Herausforderung bereitet sich das Jobcenter seit Monaten vor", erklärt Landrat Wolfgang Spelthahn. Wichtig ist ihm aber auch die Feststellung, dass kein anderer Arbeitsuchender, ob deutscher oder ausländischer Nationalität, durch die Flüchtlinge benachteiligt wird: "Der Bund hat der job-com zusätzliche Eingliederungsmittel zur Verfügung gestellt, so dass die Betreuung und das Maßnahmeangebot für die bisherigen Kunden der job-com in keiner Weise eingeschränkt wird. Niemand wird besser oder schlechter behandelt."

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Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Aachen-Düren stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent. Im Jahresvergleich sank die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte (Februar 2015: 8,2 Prozent).

Im Februar ist die Arbeitslosigkeit saisonal bedingt erneut angestiegen. Die Gesamtzahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk erhöhte sich um 527 auf insgesamt 44.155 Personen. „Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit insgesamt sind im Vergleich zum Vormonat mit Ausnahme der jüngeren Arbeitslosen im Alter von 15 bis unter 20 Jahren alle Personengruppen betroffen“, so Doris Schillings, Geschäftsführerin Ope- rativ der Arbeitsagentur Aachen-Düren.

„Die Arbeitslosigkeit bei den Jüngeren von 20 bis unter 25 Jahren stieg an, da weitere zwei- und dreieinhalbjährige Ausbildungen zu Ende gegangen sind. Ich gehe aber davon aus, dass sich diesen jungen, gut qualifizierten Fachkräften durch den hohen Fachkräftebedarf der Unternehmen schnell wieder eine berufliche Perspektive bietet und wir sie kurzfristig wieder in eine Beschäftigung vermitteln können.

Der Blick auf weitere Ursachen des Anstiegs zeigt, dass geflüchtete Menschen nach ihrer Anerkennung in den Status der Arbeitslosigkeit übergehen und sich so die Arbeitslosigkeit von Ausländern im Vergleich zum Vorjahresmonat überproportional erhöht hat. Die Zahl arbeitsloser Menschen mit Staatsangehörigkeiten der Hauptasylzugangsländer ist im Vergleich zum Februar 2015 um 732 Personen gestiegen; davon sind über 60 Prozent Menschen aus Syrien. Hier rechnen wir ab der zweiten Jahreshälfte 2016, insbesondere im Bereich der Grundsicherung (SGB II), mit weiteren, dann stärkeren Zugängen in Arbeitslosigkeit“, so Schillings.


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