Acht Frauen und Männer qualifiziert

Bald 100 Ehrenamtler im Hospizdienst Düren-Jülich
Von Erik Lehwald [25.02.2016, 07.38 Uhr]

Acht Frauen und ein Mann, die den Befähigungskurs zur Begleitung von schwerkranken, sterbenden und trauernden Menschen, aber auch für die Begleitung der Angehörigen abgeschlossen haben, erhielten zum Jahresbeginn ihre Abschlusszertifikate. Nach einer zirka einjährigen Kursphase stehen sie nun als qualifizierte ehrenamtliche Mitarbeiter/innen dem ambulanten Hospizdienst des Caritasverbandes Düren-Jülich zur Verfügung.

Es war eine intensive Zeit, Erfahrungen zu sammeln und Erlebtes zu überdenken, eine Zeit, die die Teilnehmerinnen und den Teilnehmer nachhaltig verändert hat. In etwa 150 Unterrichtseinheiten wurden unter anderem Grundlagen der Hospizarbeit, der Palliativpflege und der Trauerarbeit vermittelt.

Dazu wurde Theorie und Praxis der Wahrnehmung, des Zuhörens und des tieferen Verstehens erarbeitet und erprobt. Erfahrungen der eigenen Hilflosigkeit und der Notwendigkeit, Menschen und Dinge loslassen zu müssen, gehörten ebenso zu den Kursinhalten, wie die Abklärung der eigenen Motivation und der eigenen Grenzen, sowie die Beschäftigung mit der Spiritualität und den persönlichen Kraftquellen.

Und sie wurden dadurch zu ihrem Motto der Abschlussfeier inspiriert: „Gott hat keine anderen Hände als die Deinen – Wir sind deine Hände!“ Die Gruppenteilnehmer hatten einen Wortgottesdienst vorbereitet, den Diakon Winfried Zeller zelebrierte. Abgerundet wurde der Gottesdienst durch die Begleitung des afrikanischen Chors Esengo unter der Leitung von Doris Brink.

Werbung

Absolventen mit den drei Koordinatorinnen (vorne) und Diakon Zeller (rechts).

Absolventen mit den drei Koordinatorinnen (vorne) und Diakon Zeller (rechts).

In der anschließenden Feierstunde im Alten- und Pflegeheim St. Nikolaus (Düren) überreichte Marcus Mauel, Vorstandsmitglied des Caritasverbandes für die Region Düren-Jülich e. V., den Absolventen ihre Zertifikate. In seiner Laudatio bedankte er sich in Anwesenheit von zahlreichen Gästen für die hohe Einsatzbereitschaft der Absolventen, die bereits in der Praktikumsphase Begleitungseinsätze absolviert hatten. Sie werden die bestehenden Hospizgruppen von nun insgesamt 96 Ehrenamtlichen sowohl in Jülich wie auch in Düren aktiv unterstützen.

Des Weiteren galt sein Dank den Koordinatorinnen des Caritas-Hospizdienstes Dagmar Amthor, Tine L. Quast und Kirsten Seeger für die intensive und fundierte Qualifizierung.

Nach ihrer Ausbildung treffen sich die neun neuen Hospizbegleiter/innen von nun an einmal im Monat mit den bereits bestehenden Gruppen zur Praxisbegleitung sowie zu Fort- und Weiterbildungen.

Der nächste Hospizkurs für den Kreis Düren startet am Mittwoch, 7. November 2016 in der Tagespflege St. Nikolaus in Düren. Dazu kann sich bereits jetzt unter der Telefonnummer 02461/ 622 6100 vorangemeldet werden.


Dies ist mir was wert:    |   Artikel veschicken >>  |  Leserbrief zu diesem Artikel >>

NewsletterSchlagzeilen per RSS

© Copyright 2017 Presse- und KulturBüro Schenk + Schenk | Datenschutz

Das Brenzlicht

Mehr Zivilcourage
Es gehört Zivilcourage dazu, Kritik zu üben an einer Preisverleihung, die Zivilcourage auszeichnet und sich gegen das Vergessen der Greueltaten der Nazis positioniert. Toleranz – so die Namensergänzung der veranstaltenden Jülicher Gesellschaft – gehört dazu, um auszuhalten, wenn von vier zu Ehrenden drei als Nebenprodukt behandelt werden und der einzige, durchaus nicht unumstrittene Ausgezeichnete vom Laudator eine Würdigung erfährt, die nicht nur einige Menschen befremden dürfte.  [01.03.2017, 07.54 Uhr]  >>

Alle Brenzlichter >>

Top-Thema

Freiflug über die "Sophie"
Der Barmener Olaf Kiel ist begeisterter Pilot von Multi- und Quadrokoptern, landläufig auch als Drohnen bekannt. Zwei bis dreimal in der Woche startet er in die Jülicher Börde mit seinem großen Koffer im Gepäck. Gut geschützt liegt darin die in Einzelteile zerlegte Flugmaschine, denn erst vor Ort werden die Rotoren angeschraubt und die Kamera in die Lagerung, die so genannte Gimbal, eingehängt.  [08.04.2017, 07.42 Uhr]  >>

Stadtteile

Kita „Die kleinen Strolche“: Jubiläumsfeier eine Woche lang
„Was wollen wir trinken sieben Tage lang?“, heißt ein ziemlich bekanntes Fest- und Feierlied. Da so ein 50-jähriges Jubiläum bei der Kita „Die kleinen Strolche“ in erster Linie ein Fest für die Kinder ist, hat sich das Team der Einrichtung überlegt, mit den Kindern, die sie im Moment besuchen, kräftig und sieben Tage lang zu feiern. Es geht los mit dem Dasda Theater, das am Donnerstag, 27. April, das Stück Petterson und Findus im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Düsseldorfer Straße 30, für die Kita-Kinder aufführen wird.  [26.04.2017, 13.58 Uhr]  >>
Im Heckfeld Geschmack am Glauben finden
Einen Ruhepol im Alltag finden. Innehalten, dem eigenen Getriebensein im Leben regelmäßig einen Ort des Atemholens zu geben, dazu dienen Exerzitien im Alltag. Seit fast 20 Jahren wird in St. Rochus Jülich diese Tradition in der Fastenzeit gepflegt. [09.04.2017, 14.12 Uhr]  >>

Vereine

Lebendiges Geschichtsgedächtnis [09.04.2017, 14.51 Uhr]  >>
Bestehen unter des Meisters Augen [09.04.2017, 13.19 Uhr]  >>

Immer auf dem Laufenden



Newsletter >>

JüLicht auf Ihrer Site

Sie können unsere aktuellen Schlagzeilen auf Ihrer Website präsentieren - hier steht, wie >>.

Kontakt

Welches Anliegen Sie auch immer bewegt, über unser Kontaktformular >> können Sie mit uns in Verbindung treten.

Werbung