Kölner Stiftung der Cellitinnen der hl. Maria übernimmt

Trägerwechsel beim Sophienhof in Niederzier vollzogen
Von Dorothée Schenk [31.01.2016, 18.41 Uhr]

Der Sophienhof wird nun von der Stiftung der Celittinnen der Hl. Maria geführt.

Der Sophienhof wird nun von der Stiftung der Celittinnen der Hl. Maria geführt.

Der Sophienhof in Niederzier ist unter neuer Führung. Gerlinde Kremers wurde als Nachfolgerin von Gerda Graf und neue Geschäftsführerin beim Neujahrsempfang vorgestellt – für die Bewohner hat sich der Wechsel fast unbemerkt vollzogen. Genauso sollte es sein, wie Hans Schroeder-Rozelle es für die Sophien-Stiftung formulierte. Ganz im Sinne seiner Eltern, die vor rund 30 Jahren die Stiftung aus ihrer christlichen Lebenshaltung gründeten, wird der Sophienhof jetzt durch die Stiftung der Cellitinnen der hl. Maria als Betriebsträger weitergeführt.

1997 war die Wohnanlage Sophienhof in Niederzier und Birkesdorf eröffnet worden. Die gemeinnützige GmbH umfasst ein Dienstleistungszentrum mit 88 Wohnheim- und Pflegeplätzen sowie nach der Erweiterung 2006 rund 150 Seniorenwohnungen in Niederzier und Birkesdorf. Über 400 Menschen werden durch die Einrichtung ambulant und stationär von rund 145 Mitarbeiter betreut. Eine große und verantwortungsvolle Aufgabe. Bislang schenkten die Familienmitglieder, die den Stiftungsvorstand bilden und überwiegend im Süden Deutschlands zu Hause sind, Gerda Graf ihr Vertrauen. Mit dem Ausscheiden der langjährigen Geschäftsführerin suchte der Stiftungsvorstand einen Partner, um die Kontinuität und Verpflichtung weiter zu erfüllen und „langfristig das Lebenswerk unserer Eltern zu erhalten.“

Vor rund einem Jahr ist die Sophien-Stiftung aus diesem Grund auf die Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria in Köln zugegangen. Erfahrung in 18 Senioreneinrichtungen und zehn Kliniken waren eine gute Referenz. Unter anderem gehören dazu in Düren das Seniorenhaus Marienkloster, das Seniorenhaus St. Ritastift, das Seniorenhaus St. Gertrud und der Christinenstift in Nideggen. Nach Sondierungsgesprächen und reiflichen Überlegungen kam es zur Einigung: 20 Prozent der Anteile hält künftig die Familie, dazu gehören ein Großteil der Immobilien, und 80 Prozent übernehmen die Cellitinnen. „Wir bleiben mit im Boot“, betont Stiftungsgeschäftsführer Schroeder-Rozelle.

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Hans Mauel, Vorsitzender des Stiftungsvorstandes der Cellitinnen, freut sich über das jüngste „Mitglied“ in der Cellitinnen-Familie. Gute Erfahrungen hat die Kölner Stiftung bereits in Würselen-Broichweiden und in Niederau mit der Übernahme von Senioreneinrichtungen von Ordensgemeinschaften gemacht und sieht den Sophienhof als eine gute Ergänzung in der Region Aachen-Düren. „Es ist einerseits der gute Ruf des Sophienhofes und die Qualität, die damit verbunden ist.“ Die Stiftergemeinschaft habe für eine sehr gute Ausstattung gesorgt – sowohl baulich als auch durch die Außenanlagen. „Besonders attraktiv ist auch das breit gefächerte Angebot von stationärer Unterbringung, Pflege, betreutem Wohnen, ambulantem Dienst und Hospiz – alles in einer Trägerschaft“, erklärt Hans Mauel weiter. Darüber hinaus habe er „hoch motivierte Mitarbeiter kennengelernt“.

Als einen Grund für den angestrebten Führungswechsel führte Hans Schroeder-Rozelle wirtschaftliche Aspekte an. „Für einen kleinen Träger ist es schwer, allen gerecht zu werden“, stimmt Mauel zu. Dabei gehe es nicht vordergründig um das Finanzielle. Betriebskosten des Hauses, Gehälter der Mitarbeiter und beispielsweise Kosten für die Pflege stehen fest – aber die Einbindung in die Kölner Stiftung bieten die Vorteile, personelle Ausfälle aufzufangen, Qualifizierung und Weiterbildung im Cellitinnen Institut für Qualitätssicherung zu garantieren und praktische, konzeptionelle Unterstützung vor Ort. Die Stiftung der Cellitinnen bringen großes „Know How“ ein. „Die Bewohner sollen sich im Sophienhof gut aufgehoben fühlen“, sagt Hans Mauel: „Das klingt banal,aber genau so soll es sein“


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