NS-Überlebende erzählt in Rödingen ihre Geschichte
Von redaktion [20.11.2015, 20.34 Uhr]

Hannelore Göttling-Jakoby überlebte als jüdisch-katholisches Kind die NS-Zeit. Am Sonntag, 29. November, erzählt sie ab 15 Uhr im LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen am Mühlenend 1 aus ihrem bewegten Leben. Die Historikerin und Judaistin Dr. Ursula Reuter wird das Gespräch moderieren. Sie ist wissenschaftliche Geschäftsführerin des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts für deutsch-jüdische Geschichte in Essen.

Hannelore Jakoby wurde in Köln geboren. Ihr Vater war Jude, ihre Mutter Katholikin. Von 1940 bis 1942 besuchte sie die jüdische Volksschule in der Kölner St.-Apern-Straße. Dort konnte sie erstmals mit Kindern spielen, die ihr keine Angst einjagten und mit denen sie Freundschaften schloss. Sie überlebte als Einzige aus ihrer Klasse. Nach mehrfachen Wohnungswechseln wurde die Familie Jakoby in ein sogenanntes „Judenhaus“ eingewiesen. Um ihre Tochter zu schützen, ließen die Eltern Hannelore taufen und mit zehn Jahren zur Kommunion gehen.

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September 1944 kam die Aufforderung, sich im Lager Köln-Müngersdorf einzufinden. Als für Vater und Tochter die Situation immer lebensgefährlicher wurde, flüchtete die Familie ins Bergische Land. Am 11. April 1945 wurde sie von amerikanischen Soldaten befreit. Zahlreiche Familienmitglieder waren in verschiedenen Konzentrationslagern ermordet worden.

Das Gespräch findet innerhalb der Reihe „Lebensgeschichten“ statt. Der Eintritt kostet drei Euro (inkl. Besichtigung der Gebäude und der Dauerausstellung).

www.synagoge-roedingen.lvr.de.


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