Düren: Vom Krankenhaus zum Gesundheitsquartier
Von Christoph Lammertz [20.11.2015, 20.29 Uhr]

Die Verantwortlichen des Krankenhauses Düren und der neuen Ärztehäuser feierten mit zahlreichen Gästen die Einweihung, die von den Krankenhausseelsorgern Lars Goebel und Irene Weyer vorgenommen wurde.

Die Verantwortlichen des Krankenhauses Düren und der neuen Ärztehäuser feierten mit zahlreichen Gästen die Einweihung, die von den Krankenhausseelsorgern Lars Goebel und Irene Weyer vorgenommen wurde.

Sie fügen sich ins Straßenbild, als wären sie schon immer da gewesen. Doch die beiden neuen Gebäude auf dem Gelände des Krankenhauses Düren sind nicht nur optisch wertvoll: Die Fertigstellung der Ärztehäuser I und II ist ein weiterer Schritt auf dem Weg, den Standort Roonstraße vom reinen Krankenhaus zum Gesundheitsquartier zu entwickeln. Jetzt wurden die Ärztehäuser im Beisein von zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen feierlich eingeweiht. Neben der Pathologie und der Hämato-Onkologischen Ambulanz des Krankenhauses beherbergen sie weitere Praxen, eine Apotheke, eine Hörakustiker- und eine Sanitätshaus-Filiale.

7,5 Millionen Euro wurden in die beiden Ärztehäuser investiert – und das ohne öffentliche Mittel einsetzen zu müssen, wie Landrat Wolfgang Spelthahn betonte. Als 1. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender vertrat er bei der Enweihungsfeier die verhinderte Aufsichtsratschefin Liesel Koschorreck. Spelthahn bedankte sich bei den Investoren, die alle als Gesellschafter, aber auch als Nutzer mit den Ärztehäusern verbunden sind, für ihre Bereitschaft, „dieses zukunftsweisende Projekt“ zu ermöglichen.

Die Zusammenarbeit mit Architekt Helmut Moersdorf und dessen Team, die in Trier bereits das „Vorbild“ für die Dürener Ärztehäuser realisiert hatten, bezeichnete er als Glücksfall. Er sprach von einer „herausragenden Arbeit“ und hob hervor, dass im Gegensatz zu vielen anderen Bauprojekten hier Zeitrahmen und Budget exakt eingehalten wurden. Ein großes Lob richtete der Landrat auch an Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Gereon Blum und „sein kleines, aber leistungsstarkes Team“. Ohne zusätzliches Personal sei das große Projekt auf den Weg gebracht und realisiert worden.

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Dr. Blum betonte, dass die beiden Neubauten dazu beitragen, den Patienten wirklich in den Mittelpunkt zu stellen. Dieser Begriff sei im Gesundheitswesen vielfach zur Floskel geworden. Im Krankenhaus Düren wolle man ihn mit Leben füllen. Der Umzug der Hämato-Onkologischen Ambulanz aus dem 1. Untergeschoss des Krankenhauses ins Ärztehaus II bedeute eine große Verbesserung für die Patienten. Onkologie-Chefarzt Priv.-Doz. Dr. Michael Flaßhove sprach sogar von einem „Quantensprung für die Versorgung der Patienten“.

Die Behandlung von Tumorerkrankungen ist ein Schwerpunkt des Krankenhauses Düren. Die Klinik an der Roonstraße ist der einzige onkologische Schwerpunktversorger in Stadt und Kreis Düren. Neben mehreren tausend stationären Patientinnen und Patienten pro Jahr werden im Rahmen der ambulanten Versorgung täglich zwischen 80 und 100 Patienten in der Hämato-Onkologischen Ambulanz behandelt.

Mit der Realisierung des Neubaus für die Pathologie sei es gelungen, diesem Institut ideale Voraussetzungen zu bieten, es so langfristig am Krankenhaus Düren zu halten und sich damit einen großen Standortvorteil zu sichern. „Die kurzen Wege bedeuten für die Patienten ein Mehr an Lebensqualität“, sagte Dr. Blum. Pathologie-Chefarzt Prof. Dr. Bernd Klosterhalfen nannte das neue Gebäude „ein Sinnbild für die moderne Pathologie“. Elf Ärztinnen und Ärzte sowie ein großes Team von Labor-Fachkräften und weiteren Mitarbeitern bearbeiten in der Dürener Pathologie rund 50.000 Gewebsuntersuchungen pro Jahr. Damit hat sich das Dürener Institut, das mit 14 Kliniken und vielen niedergelassenen Ärzten zusammenarbeitet, zur größten Einrichtung für Pathologie auf der linken Rheinseite entwickelt.


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