Viele Reisende auf Dürens "Insel der Zukunft"
Von  [07.11.2015, 18.01 Uhr]

Den eigenen Weg zu finden führt manchmal auch über Umwege und Kehren.

Den eigenen Weg zu finden führt manchmal auch über Umwege und Kehren.

Mihael und Ricardo hätten wohl lieber Rap statt der eher meditativen Musik gehabt, die zur zweiten Veranstaltung „Insel der Zukunft“ durch die Marienkirche in Düren plätscherte. Trotzdem ließen sich die 14-Jährigen auf die Reise ein – und blieben.

Überraschenderweise ganz klassisch sind die Zukunftswünsche von Mihael und Ricardo: „Ein guter Beruf, eine nette Frau, Kinder und ein schönes Auto.“ Während Mihael noch keine klaren Berufsvorstellungen hat, möchte Ricardo KfZ-Mechaniker werden. Aber was das persönliche Leben darüber hinaus füllen soll, da gab es reichlich Schulterzucken. An elf Stationen hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, diese Vorstellungen zu erkunden, sich selbst und anderen zu begegnen.

Vor allem der spielerische Zugang zu den zentralen Themen – Freundschaft, Tod und Visionen – überzeugte. Das Krümelmonster lud ein, die Sorgen in die „Tonne zu kloppen“ und Ballast abzuwerfen. aben.

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Chillen mit einem Cocktail von der Paradiesbar in der Hand – das war ganz nach dem Geschmack von Mihael (2.v.l.) und seinen Freunden.

Chillen mit einem Cocktail von der Paradiesbar in der Hand – das war ganz nach dem Geschmack von Mihael (2.v.l.) und seinen Freunden.

Das Fundament der eigenen Zukunft wurde im Leuchtturm-Projekt erkundet und auf Seelenbrettern niedergelegt, welche Gedanken an das Leben nach dem Tod mitschwingen. Stärkung gab es bei einem Cocktail von der Paradiesbar oder beim „Chillen“ in der Hängematte.

Bespielt wurde der gesamte Kirchenraum St. Mariens von der Orgelempore bis zum Altarbereich. Die heimelige Kerzenlicht-Atmosphäre durchbrachen immer wieder eigens gesetzte Lichtakzente. Erstaunlich anziehend war das Labyrinth aus Kerzen, in dem mit Bedacht und Umwegen ein Pfad gesucht wurde. „Das wirft einen schon auf sich selbst zurück“, bestätigte Tabea (16).

Viele nutzen an den beiden „Reisetagen“ das Angebot, dessen Konzept sich die Schulseelsorger Rudi Hürtgen und Michael Kruse aus Krefeld „abgeguckt“ haben und bereits im zweiten Jahr mit Jugendeinrichtungen und Institutionen beider Konfessionen umgesetzt h


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