Aus dem Polizeibericht

Kreis Düren: Drei Augen sehen mehr als zwei
Von Redaktion [13.10.2015, 15.21 Uhr]

Drei Augen sehen mehr als zwei: die Rede ist vom ProViDa-Krad der Polizei, mit dem Beamte des Verkehrsdienstes auch an den vergangenen Wochenenden zahlreiche Kontrollen, insbesondere in den Eifelgemeinden, durchgeführt haben. Mit der integrierten Kamera konnten so alleine in drei Tagen 21 Geschwindigkeitsüberschreitungen und 15 Überholverstöße dokumentiert werden.

An den ersten beiden Wochenenden im Oktober spiegelte das Wetter das wider, was man unter einem "goldenen Herbst" versteht: viele Ausflügler nutzten die guten Bedingungen für verschiedenste, auch motorisierte Ausflüge in die Rureifel. Unter ihnen waren 45 Verkehrsteilnehmer, die dabei Kontakt mit der Polizei hatten.

Allein ein Motorradpolizist, der mit einem zivilen Krad den Straßenverkehr überwachte, traf 45 Maßnahmen, von denen sich 43 gegen ebenfalls motorisierte Zweiradfahrer richteten: zu Papier brachte er am Ende 21 Geschwindigkeitsüberschreitungen, von denen acht ein Fahrverbot mit sich bringen werden, 15 Überhol- und sieben Zulassungsverstöße. Jeden dieser Verkehrsteilnehmer erwartet ein empfindliches Bußgeld, insbesondere aber einen 40-Jährigen aus Euskirchen, der mit seinem Bike am Samstag, dem 03.10.2015, die L 15 in Richtung Schwammenauel befuhr. Bei erlaubten 50 km/h raste der Mann mit 122 Stundenkilometern über die Straße, bevor die Polizei ihn stoppte.

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Einen Tag später waren es zwei ortsunkundige Fahrer aus Mönchengladbach, die im Kalltal, auf der L 160 aus Richtung Raffelsbrand kommend, mit 134 km//h gemessen wurden. Sie fuhren somit 64 km/h zu schnell, was einer von beiden im wahrsten Sinne des Wortes "erfahren" musste: er verlor in einer Linkskurve die Kontrolle über sein Gefährt und kam erst im Wald zum Stehen.

Zwei Aachener im Alter von 28 und 36 Jahren passierten am Sonntag, dem 11.10.2015, den Aussichtspunkt "Henriettenhöhe" auf der L 249 in Heimbach. Hier beschleunigten sie, aus Richtung der Abtei kommend, auf 142 Stundenkilometer und preschten so mit fast dem Dreifachen der erlaubten Geschwindigkeit über die Straße. An gleicher Stelle waren es kurze Zeit später fünf Fahrer aus den benachbarten Niederlanden, die mit 117 km/h gemessen wurden. Sie bezahlten direkt am Anhalteort ein dreistelliges Bußgeld, womit das Verfahren als solches gesichert wird. Abschließend waren es sieben unzulässige Auspuffanlagen, die neben einer Ordnungswidrigkeitenanzeige auch ein Fahrverbot bis zum Beheben des Mangels mit sich brachten. Neben den Reparaturkosten folgt der übertriebenen Lautstärke auch ein Bußgeld in Höhe von 90 Euro.

Die traurige Bilanz zeigt: die anhaltenden Kontrollen der Polizei sind richtig und wichtig. Zu hohe Geschwindigkeit ist und bleibt Killer Nr. 1 im Straßenverkehr. Das grundsätzliche Senken des Geschwindigkeitsniveaus ist daher der wirksamste Schutz vor Verkehrsunfällen mit schweren Folgen.


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