Neues Programm des Arbeitskreises Offene Altenarbeit

Düren: „Alter schützt vor Bildung nicht“
Von Arne Schenk [11.10.2015, 12.00 Uhr]

Einen vollen Terminkalender bietet das neue Programm des AK Altenarbeit an.

Einen vollen Terminkalender bietet das neue Programm des AK Altenarbeit an.

„Was ist Ihr Wunsch an Veranstaltungen?“ Der Wunsch nach aktiver Mitgestaltung prägt die Bildungsangebote des Regionalen Arbeitskreises Offene Altenarbeit, erklärt Ralf Cober. Der Gemeindereferent aus Jülich und Regionale Altenseelsorger stellte nun mit dem Arbeitskreis das neue Programm vor.

Gezielt auf den Bedarf der Senioren soll es zugeschnitten werden, unterstrich Petra von der Au, Ehrenamtliche Fachfrau in der nachberuflichen Lebensphase: „Alter schützt vor Bildung nicht.“ Um eine größere Reichweite zu erzielen und dabei von den Vorzügen der anderen zu profitieren, haben sich die drei Institutionen Katholische und Evangelische Kirche sowie der Kreis Düren zusammengeschlossen und bieten ihre Veranstaltungen gemeinsam an.

Dabei kann die Initiative auf eine lange Tradition zurückblicken. Seit über 30 Jahren ist der Arbeitskreis aktiv und hat dabei einen steten Wandel erlebt. Dabei spielt auch das Verlangen nach Aktualität eine bedeutende Rolle. Derzeit betrifft dies natürlich auch die Flüchtlingssituation vor Ort.

Wer sich über das Hier und Jetzt der Flüchtlingen in Kreis und Stadt Düren interessieren möchte, kann am Dienstag, 27. Oktober, ab 16 Uhr in der Kirche St. Marien (Anmeldung bis zum 20. Oktober bei Annemie Hensen, Tel. 02421/280220) Fachleute befragen, wie die aktuellen Zahlen sind, wo die Vertriebenen herkommen, welche Probleme auftreten und wie man sich für sie engagieren könne, betonte Gisela Gerdes vom Caritasverband für die Region Düren-Jülich.

Um ein Verständnis insbesondere für Asylanten aus dem arabischen Raum zu entwickeln, bietet die Infoveranstaltung „Islamische Kultur“ am Mittwoch 25. November, 15.30 Uhr, (Anmeldung bis 18. November bei Annemie Hensen) im Seminarraum Kapelle, Friedrichstraße 11, den geeigneten Rahmen. Was ist der Islam überhaupt? Der Referent Dr. Muhammad Safar Al-Halabi berichtet aus eigener Erfahrung, welche Riten und Gebräuche im Islam üblich sind.

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Daran, dass das Thema „Flucht und Kriegstraumata“ kein neues Problem ist, erinnert die Frühjahrstagung für Ehrenamtliche und Interessierte am Donnerstag, 14. April 2016, 13.30 Uhr, in der Kreisverwaltung, Bismarckstraße 16. Der Titel „Die Vergessene Generation“ beschäftigt sich mit der Kriegskindergeneration des zweiten Weltkriegs, die ihre eigenen Erlebnisse nie aufarbeiten konnten. „Wie oft träume ich davon“, erzählt Monica Seeger, Mitbegründerin des Regionalen Arbeitskreises Offene Altenarbeit. Mit den Berichten über die Flüchtlinge seien auch ihre eigenen Erfahrungen auf einmal wieder da.

„Das ist bei vielen so“, ergänzt Monika Sandjon von der Koordinationsstelle „Pro Seniorinnen und Senioren“ im Kreis Düren. „Sie sagen: ‘Uns hat früher keiner geholfen, deshalb wollen wir heute Menschen helfen.’“ So biete sich ihnen die Chance, tief Verborgenes anzusprechen und dies an nachfolgende Generationen weiterzuvermitteln.

Überhaupt sind die Tagungen eine Art Herzstück des Arbeitskreises. Die Herbsttagung für Ehrenamtliche und Interessierte erörtert am Donnerstag, 5. November, 13.30 Uhr, im Büro der Regional-Dekane, Langenberger Straße 3, „Methoden für mein Ehrenamt“ (Anmeldung bis 26. Oktober bei Annemie Hensen). Erörtert werden dann Fragen wie „Wie kann ich mich gut auf meine neues Betätigungsfeld vorbereiten?“ und „Wie leite ich eine Gruppe?“.

Ansonsten stehen Wellnessnachmittage am 19. November und 7. April 2016, eine Exkuriosn ins Käthe-Kollwitz-Museum nach Köln am 23. Februar 2016, ein Frühlingssingen für Jung und Alt am 21. April, eine Führung durch St. Anna am 23. Mai, ein Tanznachmittag am 19. Mai sowie ein gymnastisch-musikalischer Tag „Sing mit, bleib fit“ am 28. Juni 2016 auf dem Programm. Selbstverständlich darf Margret Hanuschkin mit unterschiedlichen Angeboten sowie die Frühstücks- und „Aktiv vor Ort“-Treffen überall im Kreis Düren nicht fehlen.

Info:

Das Programmheft ist erhältlich im Büro der Regionaldekane, Langenberger Straße 3, beim Caritasverband Düren-Jülich, Friedrichstraße 1, sowie in der Kreisverwaltung Düren, Bismarckstraße 16.
Information bei Annemie Hensen im Büro der Regionaldekane, Langenberger Straße 3, Telefon 02421/280220, Email: annemie.hensen@bistum-aachen.de, und bei Ralf Cober, Tel, 02461/621928, Email r.cober@heilig-geist-juelich.de.


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