Seeviertel Inden ist qualifiziertes Projekt der KlimaExpo.NRW
Von Redaktiom [23.09.2015, 19.36 Uhr]

Das Faktor X-Viertel Inden wurde als 114. Projekt der Klima.Expo NRW ausgezeichnet. Die Freude teilten (v.l.n.r.) Ulrich Schuster, Regina Dechering, Jens Bröker, Klaus Dosch, Wolfgang Jung, Alois Herbst.

Das Faktor X-Viertel Inden wurde als 114. Projekt der Klima.Expo NRW ausgezeichnet. Die Freude teilten (v.l.n.r.) Ulrich Schuster, Regina Dechering, Jens Bröker, Klaus Dosch, Wolfgang Jung, Alois Herbst.

Der Baubereich gehört zu den ganz großen Ressourcenverbrauchern in Deutschland. Mit dem Neubaugebiet „Seeviertel“ hat sich die Gemeinde Inden im Rheinischen Braunkohlerevier gemeinsam mit der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH, der RWE Power AG und der Aachener Stiftung Kathy Beys das Ziel gesetzt, mindestens eine Halbierung des Ressourcenverbrauchs zu erreichen. Ein ganzheitliches Konzept mit Beispielcharakter, meint auch die KlimaExpo.NRW und qualifiziert das Projekt offiziell als Vorreiter für den Klimaschutz in Nordrhein-Westfalen.

Mit dem Faktor X-Baugebiet Inden-Seeviertel wollen die Projektpartner zeigen, wie ein Wohnquartier ressourcenschonend errichtet und bewohnt werden kann. „Faktor X“ bedeutet dabei, dass beim Bauen und Wohnen insgesamt X mal so sparsam mit Ressourcen umgegangen wird wie bei herkömmlichen Gebäuden. Doch nicht nur Umwelt und Klima profitieren. Auch die Hausbesitzer gewinnen mit einem Gebäude, das über mehrere Generationen funktioniert und eine flexible Bewohnbarkeit in jeder Lebenssituation bietet. Das verringert den Energieverbrauch und reduziert Folgekosten.

„Im Seeviertel Inden zeigen wir, wie attraktive und wertstabile Häuser ressourcensparend gebaut werden können. Innovativ dabei ist der Blick auf den ganzen Lebenszyklus: Vom ersten Spatenstich für die Straßen über die Wärmeversorgung zu den Häusern haben wir mit unseren Projektpartnern ein Konzept gefunden, das weit über das Indeland hinausstrahlt“, erklärt Stephan Baldin, Vorstand der Aachener Stiftung Kathy Beys.

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Im Vergleich zu den sonst üblichen Siedlungen in der Region sparen die Gebäude in der Neubausiedlung über einen Lebenszyklus von 50 Jahren mindestens 50 Prozent Treibhausgasemissionen, nicht erneuerbare Primärenergie und Rohstoffe ein. "Die Siedlung ist die erste ihrer Art in Deutschland, in der eine ganzheitliche Optimierung von Energieeinsatz und Rohstoffverbrauch über den gesamten Lebenszyklus der Gebäude durchgeführt wird", betont Jens Bröker, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH.

Bis 2022 präsentiert die KlimaExpo.NRW 1.000 Projekte, die den Fortschrittsmotor Klimaschutz in Nordrhein-Westfalen besonders gut veranschaulichen. Als 114. Schritt der Landesinitiative ist das Seeviertel Inden nun auch offiziell Vorreiter für den Klimaschutz in NRW. „Das Projekt verknüpft Klimaschutz, Ressourcenschonung, lokale Wertschöpfung und zukunftsorientiertes Bauen. Durch die Nutzung recycelter Baumaterialien aus dem Rückbau von Dörfern im Tagebaugebiet leistet das Projekt außerdem einen positiven Beitrag zum Strukturwandel in der Region“, begründet Wolfgang Jung, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, die Aufnahme des Projektes in die Leistungsschau des Landes NRW.


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