19. Erzählfestival

Aachen wird märchenhaft
Von Redaktion [26.09.2015, 08.11 Uhr]

17 namhafte deutsche und internationale Erzählkünstler, Musiker, Wissenschaftler und
Tanzmeister geben sich beim 19. internationalen Erzählfestival mit dem Titel „Zwischen-Zeiten“ in Aachen ein Stelldichein. An verschiedenen Orten im Stadtgebiet lockt es vom 1. bis 4. Oktober in die Kaiserstadt. Diesmal steht das Thema „Material – Geschöpftes, Gestaltetes, Geschaffenes“ im Mittelpunkt aller 16 Veranstaltungen.

„Das Festival dreht sich um Gegenstände, ihre Wertschätzung und Beachtung, ihr Vorhandensein im täglichen Umfeld, ihre Rolle in der Welt der Menschen, der Natur und der Erde“, sagte Regina Sommer, die Aachener Erzählerin und Mitinitiatorin des Erzählfestivals: „Die Faszination der mündlichen Wiedergabe von Geschichten hat auch im 21. Jahrhundert an Glanz nichts verloren.“ Im direkten Miteinander mit dem Publikum variiere der Erzähler seine Geschichte und dadurch bleibe es jederzeit spannend – für Publikum und Erzähler.

Den Festivalauftakt am Donnerstag, 1. Oktober, um 20 Uhr gestalten Musikerzähler mit ihren Instrumenten unter dem Titel „Von einem, der Flöten ging“ in der Musikhochschule für Musik und Tanz am Theaterplatz.

Am Freitagnachmittag, 2. Oktober, geht es unter dem Motto „Gestricktes, Verwebtes, Geschaffenes, Verwandeltes, Aufbewahrtes“ weiter mit Erzählungen verschiedener Künstlerinnen und Künstler in verschiedenen Geschäften des Domviertels. Als krönender Abschluss dieser Leseaktion beginnt um 20 Uhr die „Lange Nacht der Geschichten“ in der Glashalle Annastraße 14-16.

Die Veranstaltungen am Samstag, 3. Oktober, wenden sich zunächst an Kinder und Jugendliche sowie ihre Eltern. Im Gut Obermühle in Horbach erklingt „die Märchenkugel“ (15 Uhr), die Barockfabrik präsentiert die „Kleinste Bühne der Welt!“ (15 Uhr) und später den „Tanz der Tassen“ (16.15 Uhr).

Eine in der Universitätsstadt Aachen naheliegende Veranstaltung ebenfalls am Samstag ist das Kulturlabor „Tales and Science“, ein Gemeinschaftsprojekt mit dem „Bürgerforum RWTHextern“ im Alexander-Humboldt-Haus, Pontstraße 41, um 13 Uhr.

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Michael Schulze,
bildender Künstler und Professor für Plastik an der RWTH, trifft auf den bekannten schottischen Erzähler George Macpherson. Sie diskutieren in englischer Sprache über die Existenz von „toter Materie“, über das, was passiert, wenn jahrhunderte- oder gar jahrtausende alte Erzählungen auf aktuelle Forschung, modernes Wissen und Ideen treffen. Der Titel der Veranstaltung lautet „Speaking of dead matter! Concepts of modern technology and druidical knowledge”.

Samstagabends locken verschiedene Erzählerinnen und Erzähler ab 20 Uhr ins Couven-Museum. Unter dem Motto „Siehst du mich?“ ziehen die Gäste von Raum zu Raum und bekommen spannende und abwechslungsreiche Geschichten erzählt. 50 Interessierte können teilnehmen.

Ein Workshop mit der italienischen Wissenschaftlerin und Erzählerin Daniella Corradini bringt den Teilnehmern unter dem Titel „Are they talking to me?“ näher, welche Bedeutung Symbole in Kunstwerken haben. Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, 4. Oktober, ab 10 Uhr im Centre
Charlemagne. Wer dabei sein möchte, muss sich vorher anmelden.

Der Abschluss des Erzählfestivals 2015 ist für Sonntagabend im Tuchwerk in der Soers geplant: Die Veranstaltung wird, einer schottischen Tradition folgend, die „ceiligh“ genannt wird, von Erzählern, Musikern und Publikum gemeinsam gestaltet. Die Anwesenden können mitmachen, selber etwas vortragen und Tanzmeister Patrick Tenbrock lädt alle zum gemeinsamen Tanz ein.

Folgende Veranstaltungsorte gibt es diesmal: Hochschule für Musik und Tanz, Glashalle in der Annastraße sowie verschiedene Geschäfte im Domviertel, Alexander-Humboldt-Haus, Barockfabrik, Gut Obermühle, Couven-Museum, Centre Charlemagne, Tuchwerk in der Soers, Karten sind erhältlich in der Buchhandlung Schmetz am Dom, bei Klenkes-Ticket und im Ticketshop des Aachener Zeitungsverlags.

Weitere Informationen zum Erzählfestival 2015, zum dazugehörigen Programm und zu den Eintrittspreisen erhalten Interessierte im Internet unter www.maer.de


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