Internationaler Tag der Patientensicherheit

Risiken im Kreis Düren im Visier
Von Kaya Erdem [16.09.2015, 17.30 Uhr]

Der erste internationale Tag der Patientensicherheit, der vom Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. ausgerufen worden ist, stellt Hygiene und die Vermeidung von Infektionen in den Mittelpunkt. Hygienische Aspekte wie nosokomiale Infektionen, also Ansteckungen mit im Krankenhaus erworbenen Keimen, gehören zu den Risiken eines Krankenhausaufenthaltes, ebenso wie Stürze, Dekubiti (Wundliegen) und Arzneimittelnebenwirkungen.

Das Thema Patientensicherheit im Krankenhaus steht deshalb immer wieder im Fokus der Öffentlichkeit. Patienten kommen ins Krankenhaus, um sich untersuchen oder ärztlich behandeln zu lassen. Um die Gefahren, denen sie dort ausgesetzt sein können, zu reduzieren oder zu vermeiden, setzt die Caritas Trägergesellschaft West (ctw), in deren Trägerschaft sich 5 Krankenhäuser in Düren, Jülich, Linnich und Prüm befinden, auf verschiedene Maßnahmen.

Zum Thema Hygiene findet jedes Jahr in allen einzelnen Einrichtigen ein Tag der Händehygiene statt. Die Händedesinfektion im Krankenhaus ist besonders wichtig. Die Mitarbeiter müssen ihre Hände gründlich und regelmäßig mehrmals am Tag desinfizieren, um zu verhindern, dass Keime sich ausbreiten und übertragen werden. Spender mit Händedesinfektionsmitteln stehen zudem an allen Eingängen der Krankenhäuser bereit. Desinfizieren Besucher sich die Hände, wenn Sie ins Krankenhaus kommen, schützen sie die Patienten vor Infektionen.

In der Krankenhäusern im Kreis Düren, St. Marien-Hospital Düren-Birkesdorf, St. Augustinus Krankenhaus Düren-Lendersdorf, St. Elisabeth-Krankenhaus Jülich und St. Josef-Krankenhaus Linnich, hat zudem in diesem Jahr die Wanderausstellung „Keine Keime“ stattgefunden, die Bestandteil der Hygiene-Initiative „Gemeinsam Gesundheit schützen. Keine Keime – Keine Chance für multiresistente Erreger“ der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen e. V. (KGNW) ist.

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„Wir unterstützten die Initiative, weil nur ein standortübergreifendes Netzwerk gegen Keime erfolgreich sein kann, die sich in einer Region übergreifend und in kürzester Zeit ausbreiten“, erklärten die Geschäftsführer der ctw, Ass. jur. Gábor Szük und Dipl.-Kfm. Bernd Koch. Ein 5,49 Meter breiter und bis zu 2,25 Meter hoher Schriftzug enthielt auf den einzelnen Buchstaben Informationen zu Keimen und dem Schutz vor ihnen. Auf einer Infosäule fanden die Besucher der Ausstellung zudem Hinweise zur Händehygiene und Händedesinfektion.

In allen fünf Krankenhäusern, also auch im St. Joseph-Krankenhaus Prüm, hat die ctw, um einen hohen Standard in der Patientensicherheit zu gewährleisten, des Weiteren zwölf qualifizierte klinische Risikomanager ausgebildet. Diese führen in allen medizinischen Fachabteilungen der Krankenhäuser regelmäßige Begehungen, sogenannte Risikoaudits, durch. Indem sie Prozesse und Szenarien analysieren, können sie frühzeit mögliche Fehlerketten erkennen, analysieren und Gegenmaßnahmen ergreifen. Ein einheitliches Risikomanagement in allen Einrichtungen ermöglicht es zudem, gleichartige Risiken schneller zu entdecken und geeignete Maßnahmen zur Prävention zu entwickeln.

Ein patientenorientiertes Beschwerdemanagement ermöglicht es Patienten Lob oder Beschwerden schriftlich, mündlich oder anonym abzugeben. Des Weiteren gibt es ein Fehlermeldesystem: Mitarbeiter können darüber freiwillig, anonym und sanktionsfrei Fehler oder Beinahefehler melden. So werden Risikoquellen identifiziert und ähnliche Ereignisse können in Zukunft vermieden werden.

„Für die Sicherheit unserer Patienten entwickeln wir geeignete Maßnahmen ständig weiter oder setzen neue um, damit Risiken minimiert oder vermieden werden“, bekräftigen Szük und Koch die Wichtigkeit des Themas.


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