Sommerausstellung

Künstlerisches Trio in Rödings Galerie „Alte Weberei“
Von  [06.08.2015, 19.31 Uhr]

Dreimal die Kunst der Vielfalt zeigt Brigitte Habig an zwei Wochenenden in der Galerie Alte Weberei Rödingen. Zur Sommerausstellung präsentiert sie am kommenden Samstag, 8., und Sonntag 9. August, sowie am 15. und 16. August Werke von Ada Blochwitz , Stephanie Hermes und Angelika Freitag. Die Eröffnung findet am 8. August um 15 Uhr statt.

Ada Blochwitz aus Kaarst, ausgebildet an der Kunstakademie Düsseldorf, ist zum 6. Mal Gast in der Galerie und zeigt ihre neuesten Bilder. Weil die Künstlerin nicht „aus dem Bauch“ malt, sondern jeden Pinselstrich überdenkt, geht von ihren Arbeiten eine ergreifende Atmosphäre aus. Ada Blochwitz sagte damals: „Jedes Bild sollte wie ein Buch für die Betrachter sein, sie müssen ihre subjektiven Gedanken und Gefühle darin wiederfinden können.“ Ob Ada Blochwitz großformatige auf Leinwand collagiert, auf alten Karteikarten Tiere, reduziert auf charakteristische Umrisse und wie eingefroren in ihren Bewegungen, malt oder Könige und Kardinale, Porträts, die keine Abbilder sind. Beide Sätze gelten immer noch.

Stephanie Hermes aus Korschenbroich wurde zur Maskenbildnerin ausgebildet und arbeitete von 1981 bis 1993 am Düsseldorfer Schauspielhaus, zuletzt als Chefmaskenbildnerin. Zur Herstellung einer Ledermaske wird zunächst ein Gipsmodell erstellt. Nach ihm wird nach mehrfacher Bearbeitung ein Holzmodell geschnitzt, auf dem dann das Leder in mehreren Arbeitsschritten auf das Holz gehämmert, gerieben und fixiert wird.

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Die langjährige Beschäftigung mit dem menschlichem Gesicht als künstlerischer Gegenstand hat eine Suchbewegung ausgelöst in die freie skulpturale Gestaltung. Seite 1998 arbeitet sie als Bildhauerin bevorzugt mit Holz, das sie mit der Kettensäge bearbeitet, aber auch mit Wachs, Bronze und Stein. Der Akt des Sehens ist für ihre Arbeitsweise wesentlich. Für sie bedeutet sehen finden bzw. vorfinden. zwischen ihr und dem Material, das ihr und dem sie eine Form vorschlägt, entspannt sich ein Dialog.

Angelika Freitag aus Düsseldorf, ausgebildet an der Kunstakademie Düsseldorf, zeigt Plastiken von Tieren, von Panthern, Elefanten, Pferden, die sich buckeln oder wälzen, dabei aber still und zerbrechlich wirken durch das Material, das die Künstlerin benutzt. Die Oberfläche der Plastiken ist meist aus verschiedenen Papieren über einem Maschendrahtgerüst gearbeitet. Das Papier verleiht den Figuren eine besondere Aura, ist dieses Material doch als Schriftträger einer der ältesten Vermittler der Kultur. Das Zeitungspapier macht die Tiere zu Zeitzeugen, es verleiht ihnen Würde und Unnahbarkeit. Es zu entziffern wäre ebenso vergebliches Bemühen wie die Seele der Tiere begreifen zu wollen.

Lesen Sie hierzu: Brigitte Habig macht Rödingen zum kleinen Kunstmekka


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