Ausstellung bis 31. Dezember

Nideggen: Vom Holzklotz zum Meisterwerk
Von Redaktion [25.07.2015, 08.47 Uhr]

Mit über dreihundert Exponaten präsentiert das Burgenmuseum Nideggen den bedeutenden Werkstoff Holz. Das Material Holz war lange Zeit der wichtigste Bau- und Werkstoff im Mittelalter und auch heute im Zeitalter von Stahl und Beton ist Holz wichtiges Element für Kunst und Kultur.

Die vielfache Nutzung des Rohstoffs vom 10. Jahrhundert bis heute zeigen die zahlreichen Exponate. Vom Burgen- und Bootsbau über Holzinstrumente, Alltagsgegenstände, Spielzeuge bis hin zu Skulpturen in sakralen und weltlichen Darstellungsformen können die Ausstellungsstücke teilweise nicht nur betrachtet, sondern auch ausprobiert werden: Von der Holzwachstafel des Mittelalters bis hin zum Laptop können die Holzschiefer- und die Kunststofftafel der siebziger Jahre ausprobiert und verglichen werden.

Wer noch einmal an einem Holzpult aus den 1920ern schreiben möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Die in der Ausstellung errichtete Fachwerkwand wird vom Besucher nach mittelalterlichem Vorbild mit Weidenzweigen gefüllt. Alle Fans von Holzschuhen und den nie aus der Mode kommenden Holzclogs dürfen gespannt sein: Nicht nur der mittelalterliche Holzschuh und Holzunterschuh, auch Trippe genannt, darf ausprobiert werden, auch mit dem Tragekomfort moderner Holz-Designs wird experimentiert: Die Firma „Trippen“ aus Berlin hat erlesene Schuhwerke aus ihrer Kollektion zur Verfügung gestellt.

Gespannt sein wird man auf das musikalische Erproben mit einer zwei mal drei Meter großen Holzklang – Installation. Aus heutiger Sicht amüsant ist der in der Ausstellung präsentierte Holzdachsichtschutz für den mittelalterlichen Abort. Hier darf der neugierig gewordene Besucher gerne „Probe sitzen“.

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Ein besonderes Highlight wird unter anderem die Präsentation einiger Beispiele des historischen Bootsbaus sein. Gezeigt wird unter anderem ein „Arby-Ruderboot“ mit einer Länge von 4 Metern und einer Breite von 1 Meter, welche der Bootsbauer Joachim Kreuzer für den Film „Wickie und die starken Männer“ gebaut hat.

Neben zahlreichen Museen wie dem Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden oder der Turmhügelburg Lütjenburg und Institutionen wie die Domschatzkammer Aachen haben auch zahlreiche Privatsammler und Künstler wie die Holzbildhauer Michael Lichtschlag, Köln oder Gesine Rothmund, Hamburg zu einer sehr umfangreichen Ausstellung mit original Funden, kostbaren Repliken und eigenen Werken beigetragen. Die musikalische Begleitung bei der Ausstellungseröffnung auf Holzinstrumenten vom Mittelalter bis heute gestalten Uli Böhmer, Christine Krull-Kosubek und Stefan Wester. Eine Soundperformance der besonderen Art bietet Ton- und Klangkünstler Georg Zangl. Für Familien wird ab 14.15 Uhr ein Begleitprogramm zur Ausstellungseröffnung geboten.

Die Ausstellung bis 31. Dezember 2015 im Burgenmuseum Nideggen zu sehen. Informationen gibt es im Burgenmuseum unter 02427/6340 oder burgenmsueum@kreis-dueren.de.


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