Aus dem Polizeibericht

Prügelei und "Falschfahrer" in Düren
Von Redaktion [01.07.2015, 10.07 Uhr]

Einen handfesten Streit hatten am Montagabend laut Polizeibericht Beamte in der Dürener Innenstadt zu klären, als ein Taschendieb vom auserwählten Opfer erwischt wurde.

In einer Pizzeria an der Neuen Jülicher Straße hatte kurz nach 22 Uhr ein 37-Jähriger aus Düren im Außenbereich auf seine Bestellung gewartet, als er nach eigener Aussage merkte, wie ihm ein Unbekannter versuchte, in die Tasche zu greifen. Erst kam es zum Wortgefecht, schnell aber auch zum Handgemenge mit zwei Unbekannten. Ans Essen dachte während des gegenseitigen Schlagabtauschs sicher keiner der drei aktiv Beteiligten mehr.

Eine zufällig vorbei kommende Autofahrerin zeigte Courage und stoppte. Als die 38 Jahre alte Dürenerin die Polizei rief, ließen die Schläger vom 37-Jährigen ab und flüchteten. Der Beschädigte erlitt am Ende nur leichte Blessuren und verzichtete vor Ort auf Hinzuziehung
des Rettungsdienstes.

Die Fahndung nach den beiden südländisch aussehenden Männern in den Zwanzigern, die beide mindestens 1,85 Meter groß sein sollen, dauert an. Hinweise an die Leitstelle unter der Rufnummer 02421

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Einschreiten musste die Polizei ebenfalls auf der August-Klotz-Straße in Düren, nachdem ein Autofahrer gegen 18.30 Uhr am Montag verbotswidrig über eine durchgezogene Linie auf den Hoeschplatz abgebogen war. Bei der obligatorischen Frage nach seinem Führerschein gab der junge Mann vor, diesen nicht mitzuführen. Auch andere Ausweisdokumente führte er nicht mit, so dass er sich schließlich auf Befragen als 28-Jähriger aus Karlsruhe vorstellte.

Bei der Überprüfung stellte sich dann heraus, dass auf die mitgeteilte Identität tatsächlich ein Führerschein existiert. Doch die Beamten blieben zu Recht misstrauisch. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs nach Hinweisen auf die Identität des Mannes tauchte dann ein verräterisches Schreiben auf. Eine behördliche Verfügung aus dem Nachbarkreis Heinsberg richtete sich an einen anderen Mann, worin dieser aufgefordert wurde, seinen Führerschein wegen Versagung der Fahrerlaubnis abzugeben. Die bereits 2010 statt gefundene Übergabe des Fahrausweises an die Straßenverkehrsbehörde war sogar schriftlich quittiert worden.

Konfrontiert mit den Fakten, brach das Lügengerüst des Namensschwindlers zusammen. Der Delinquent, bei dem es sich tatsächlich um einen 25-Jährigen aus dem Kreis Heinsberg handelt,
wurde zur Identitätsfeststellung auf die Wache verbracht. Dort musste er bis gegen 20 Uhr im Gewahrsam verbleiben, bis dass Angehörige zur zweifelsfreien Klärung seinen Ausweis vorbei gebracht hatten. Er besitzt überhaupt keine gültige Fahrerlaubnis und hatte sich den Wagen im Verwandtenkreis unbefugt angeeignet. Ein Strafverfahren ist die Folge.


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