Kreis Düren: Klimaschutz in 70 Schritten
Von Josef Kreutzer [29.06.2015, 11.12 Uhr]

Schritt für Schritt setzt der Kreis Düren sein Klimaschutzkonzept um. Das 2012 beschlossene Papier listet 70 Einzelmaßnahmen für die kreiseigenen Immobilien auf, die das Gebäudemanagement seitdem nach und nach verwirklicht, um die Umwelt zu entlasten und die Energiekosten zu senken. Neun Positionen wurden bereits abgearbeitet. Dadurch spart die Kreisverwaltung Düren bereits rund 280 Tonnen klimaschädliches CO2 pro Jahr ein. Wenn am Ende alle 70 Punkte umgesetzt sind, wird die Umwelt jährlich um rund 1000 Tonnen Kohlendioxyd entlastet.

Die energetische Modernisierung der Gebäude A und B, die 1954 und 1978 gebaut wurden, stand ganz oben auf der Liste. Die fast 40 Jahre alte Heizungsanlage wurde durch eine energiesparende Gas-Brennwertheizung ersetzt. Die Kältemaschine zur Kühlung von Kantinen- und Versammlungsräumen war veraltet und überdimensioniert. Seit 2014 sorgt ein moderner Nachfolger mit angepasster Leistung für Abkühlung. Auf dem Flachdach des Kreishauses B wurde nach vorangegangener Dämmung eine Photovoltaikanlage installiert, die vor allem den Stromverbrauch im Kreishaus senkt.

Die Kantinendecke, die Kellergeschossdecke im Altbau sowie die Tiefgaragendecke wurden gedämmt. Die 36 Jahre alten Aluminiumfenster der Innenhöfe mussten dreifach-verglasten Fenstern weichen. Durch den Einbau von Sonnenschutzverglasung im Kreishaus A wurden weitere CO2-Einsparungen erreicht.

Auch ein Teil der Beleuchtung ist bereits auf dem Stand der Technik. Die Park- und Vorplätze werden jetzt von sparsamer LED-Technologie erhellt. Die LED-Lampen in der Tiefgarage schalten sich nur bei Bedarf automatisch ein. In Kürze wird auch eine erste Etage des Kreishauses B auf sparsame LED-Technik umgerüstet.

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Zurzeit wird zudem das kreiseigene Berufskolleg für Technik optimiert. Neue Fenster und Fassadendämmung gehören ebenso dazu wie eine Photovoltaikanlage. Sie soll einen Teil zur Stromversorgung der Schule beitragen.

Wie die Umsetzung des Klimaschutzkonzepts ab 2017 weitergeht, wird bereits geplant. Auf dem Programm steht die komplette Umrüstung des Kreishauses B auf LED-Leuchten. Auch die Modernisierung der Wärmeversorgung im Schulkomplex Nelly-Pütz-Berufskolleg und Berufskolleg für Technik steht an.

Über das Klimaschutzkonzept hinaus wird die Nutzung von Sonnenenergie und Kraft-Wärmekopplung an kreiseigenen Gebäuden geprüft. Die Sonne soll die Energie-rechnung des Feuerschutztechnischen Zentrums verringern. Klimaschutzmanager Andreas Buch prüft derzeit, ob eine Photovoltaikanlage im Zuge der Dachsanierung installiert werden kann. Untersucht wird zudem, ob die Sonne den Nutzern des Jugendzeltplatzes "Finkenheide" kostengünstigen Solarstrom liefern kann. Neben einer bereits installierten Solaranlage zur Warmwasserbereitung wäre dies der nächste Schritt zu mehr Umweltfreundlichkeit.

Der Kreistag hatte 2012 beschlossen, dass für die Umsetzung der 70 Einzelmaßnahmen jährlich 600.000 Euro aus dem Kreisetat zur Verfügung stehen sollen. Die Umsetzung einiger Maßnahmen aus dem Konzept sowie die Stelle des Klimaschutzmanagers werden zudem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit finanziell gefördert.


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